In München wurden wieder die Animago Award der Zeitschrift Digital Production verliehen. Unter 1076 Beitragen wurden in 12 Kategorien die begehrten Preise vergeben. Hier ein paar besonders interessante Beiträge:

 

A Guide To Happy – Cinema4D & Arnold Renderer – Animago Award Beste Visualisierung

Bei A Guide To Happy arbeiteten 3 artists 6 Monate lang an der Umsetzung. Neben Cinema4D kam auch Houdini zum Einsatz.

Beide Applikationen unterstützen die Hollywood Render Engine Arnold, die deshalb hier zum Einsatz kam.

 

Face The Darkness – Studenten produzieren High-End Werbespot – Animago Award Beste Werbeproduktion

Eine besonders beeindruckende Arbeit lieferten 5 Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg ab. Eine fiktives Bier diente dafür als Grundlage einen High-End Werbespot vor beeindruckender Kulisse in Island zu drehen. Dabei kam NCam zum Einsatz. Eine AR/VR Realtime-Camera Tracking Lösung, wodurch das CGI Monster bereits während dem Dreh im Sucher zu sehen war.

Interessant dabei ist, dass die Luftaufnahmen mit einer GH4 gemacht wurden, die an einer DJI S900 Drohne befestigt war. Da die GH4 nicht RAW aufnehmen kann und sich zudem deutlich von Sony-Log unterscheidet, ist es besonders beeindruckend dass die Aufnahmen perfekt angeglichen wurden. Die Hauptkamera war hierbei eine Sony’s Cine-Alta Flagschiff F55.

Die Postproduction fand neben weiteren Tools mit dem Einsatz von Houdini, ZBrush, Mari und Nuke statt. Während die 3D Modellierungssoftware ZBrush in Kombination mit Mari zur Texturierung für das Monster verwendet werden dürfte, Ist Houdini besonders für die Simulation von Wasser, Staub & Debris geeignet. Nuke wird, neben Resolve zur Farbkorrektur, als Compositing Tool dieser Produktion genannt.

 

Es muss nicht immer Blockbuster Niveau sein – Urban Surfaces – Animago Award Best Motion-Design

Dass man nicht unbedingt ein Hollywood Blockbuster Setup auffahren muss, um einen begehrten Animago Award zu gewinnen zeigt das Duo Sebastian Lange & Peter Hankowiak.

In der erst dieses Jahr neu eingeführten Kategorie Best Motion-Design, gewannen sie mit einer beeindruckenden Bearbeitung von Luftaufnahmen einer DJI Phantom 3 Drohne. Lediglich Adobe After Effects kam hierbei zum Einsatz und zeigt eindrucksvoll, dass die Beherrschung eines einzigen Tools ohne weitere Software durchaus beeindruckende Resultate möglich machen.

 

For Honor – Best Game Cinematic

Dass Trailer für Videospiele sich nicht vor Kinoproduktionen verstecken müssen, ist nicht erst seit der Promo von For Honor bekannt. Das lange erwartete Schwertkampfspiel, dass für Frühjahr 2017 angekündigt wurde, markiert jedoch einen weiteren Meilenstein im Game Cinematic bereich. Die Vison von Ubisoft Creative-Director Jason Vandenberghe wurde hier extrem detailreich umgesetzt.

Interessant ist, dass für das Rigging sowohl 3Ds Max als auch Maya in Kombination zum Einsatz kamen. Das Compositing Werkzeug der Wahl war Adobe After Effects. Mit ZBrush & MotionBuilder wurden die sehr detaillierten Spielfiguren erstellt, die sowohl für das Cinematic als auch das finale Spiel genutzt wurden.

 

 

Ein interessantes making-of von Unit Image ist hier zu sehen:

 

Best Visual Effects – Rise aus Köln

Den Animago Award für Best Visual Effects konnte die noch junge VFX Firma RiseFX aus Köln einheimsen.

Das Besondere hierbei ist, dass RiseFX durch eine sehr breite pallette an Shots besticht. Ganze 360 Shots trug die Kölner VFX Schmiede für den Blockbuster aus dem Marvel Universum bei.

 

Bestes Still – 52Hz

Erwähnenswert wäre noch das beste Still von Cornelius Dämmrich, ebenfalls aus Köln.

Der 3D Artist, der mit Cinema4D & Octane Render arbeitet, versteht es extrem detailreiche Still Bilder zu erzeugen. Das hohe Niveau der Texturierung und Verständnis eine interessante Szenerie zu komponieren überzeugte schliesslich auch die Jury.

 

Die restlichen Kategorien und mehr Informationen zu den Award Gewinnern auf Digitalproduction.com