Animago Award 2016 in München verliehen

Animago Award 2016 in München verliehen

In München wurden wieder die Animago Award der Zeitschrift Digital Production verliehen. Unter 1076 Beitragen wurden in 12 Kategorien die begehrten Preise vergeben. Hier ein paar besonders interessante Beiträge:

 

A Guide To Happy – Cinema4D & Arnold Renderer – Animago Award Beste Visualisierung

Bei A Guide To Happy arbeiteten 3 artists 6 Monate lang an der Umsetzung. Neben Cinema4D kam auch Houdini zum Einsatz.

Beide Applikationen unterstützen die Hollywood Render Engine Arnold, die deshalb hier zum Einsatz kam.

 

Face The Darkness – Studenten produzieren High-End Werbespot – Animago Award Beste Werbeproduktion

Eine besonders beeindruckende Arbeit lieferten 5 Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg ab. Eine fiktives Bier diente dafür als Grundlage einen High-End Werbespot vor beeindruckender Kulisse in Island zu drehen. Dabei kam NCam zum Einsatz. Eine AR/VR Realtime-Camera Tracking Lösung, wodurch das CGI Monster bereits während dem Dreh im Sucher zu sehen war.

Interessant dabei ist, dass die Luftaufnahmen mit einer GH4 gemacht wurden, die an einer DJI S900 Drohne befestigt war. Da die GH4 nicht RAW aufnehmen kann und sich zudem deutlich von Sony-Log unterscheidet, ist es besonders beeindruckend dass die Aufnahmen perfekt angeglichen wurden. Die Hauptkamera war hierbei eine Sony’s Cine-Alta Flagschiff F55.

Die Postproduction fand neben weiteren Tools mit dem Einsatz von Houdini, ZBrush, Mari und Nuke statt. Während die 3D Modellierungssoftware ZBrush in Kombination mit Mari zur Texturierung für das Monster verwendet werden dürfte, Ist Houdini besonders für die Simulation von Wasser, Staub & Debris geeignet. Nuke wird, neben Resolve zur Farbkorrektur, als Compositing Tool dieser Produktion genannt.

 

Es muss nicht immer Blockbuster Niveau sein – Urban Surfaces – Animago Award Best Motion-Design

Dass man nicht unbedingt ein Hollywood Blockbuster Setup auffahren muss, um einen begehrten Animago Award zu gewinnen zeigt das Duo Sebastian Lange & Peter Hankowiak.

In der erst dieses Jahr neu eingeführten Kategorie Best Motion-Design, gewannen sie mit einer beeindruckenden Bearbeitung von Luftaufnahmen einer DJI Phantom 3 Drohne. Lediglich Adobe After Effects kam hierbei zum Einsatz und zeigt eindrucksvoll, dass die Beherrschung eines einzigen Tools ohne weitere Software durchaus beeindruckende Resultate möglich machen.

 

For Honor – Best Game Cinematic

Dass Trailer für Videospiele sich nicht vor Kinoproduktionen verstecken müssen, ist nicht erst seit der Promo von For Honor bekannt. Das lange erwartete Schwertkampfspiel, dass für Frühjahr 2017 angekündigt wurde, markiert jedoch einen weiteren Meilenstein im Game Cinematic bereich. Die Vison von Ubisoft Creative-Director Jason Vandenberghe wurde hier extrem detailreich umgesetzt.

Interessant ist, dass für das Rigging sowohl 3Ds Max als auch Maya in Kombination zum Einsatz kamen. Das Compositing Werkzeug der Wahl war Adobe After Effects. Mit ZBrush & MotionBuilder wurden die sehr detaillierten Spielfiguren erstellt, die sowohl für das Cinematic als auch das finale Spiel genutzt wurden.

 

 

Ein interessantes making-of von Unit Image ist hier zu sehen:

 

Best Visual Effects – Rise aus Köln

Den Animago Award für Best Visual Effects konnte die noch junge VFX Firma RiseFX aus Köln einheimsen.

Das Besondere hierbei ist, dass RiseFX durch eine sehr breite pallette an Shots besticht. Ganze 360 Shots trug die Kölner VFX Schmiede für den Blockbuster aus dem Marvel Universum bei.

 

Bestes Still – 52Hz

Erwähnenswert wäre noch das beste Still von Cornelius Dämmrich, ebenfalls aus Köln.

Der 3D Artist, der mit Cinema4D & Octane Render arbeitet, versteht es extrem detailreiche Still Bilder zu erzeugen. Das hohe Niveau der Texturierung und Verständnis eine interessante Szenerie zu komponieren überzeugte schliesslich auch die Jury.

 

Die restlichen Kategorien und mehr Informationen zu den Award Gewinnern auf Digitalproduction.com

 

 

 

RedGiant mit großem Update für die Magic Bullet Suite 13

RedGiant mit großem Update für die Magic Bullet Suite 13

RedGiant veröffentlicht Magic Bullet Suite 13 ein großes Update ihrer Postproduction Software Sammlung.

Demnach unterstützen nun alle Werkzeuge der Magic Bullet Suite die Grafikbeschleunigung der Mercury Engine in Adobe Premiere und After Effects.

 

 

7 Werkzeuge und ein neues Familienmitglied

Die Suite beinhaltet die 7 bereits bekannten Werkzeuge und ein komplett neues Produkt namens “Renoiser”.

 

  • Looks 4.0
  • Colorista IV
  • Denoiser III
  • Mojo II
  • Cosmo II
  • Renoiser
  • Film 1.2

Die komplette Suite wird von RedGiant für 899$, das Upgrade für $299. Die Academic Variante für Studierende für 449$.

 

Magic Bullet Looks 4.0

RedGiants mächtige Looks und Farbkorrektur Software hat nun eine Echtzeitberechnung (Adobe Mercury Playback support), neue Presets, Werkzeuge und einige signifikante Verbesserungen in Workflow und der Oberfläche spendiert bekommen.

  • GPU: OpenGL/OpenCL (Mercury Playback)
  • Looks Presets
  • Werkzeug Presets
  • Source Werkzeug
  • Renoiser Werkzeug
  • Mojo II Werkzeug
  • Referenzbibliothek
  • Globaler Stärkeregler
  • Looks Favoriten
  • Resizing Scopes
  • Looks Workflow Speicherung

 

 

Magic Bullet Colorista IV

 

Dieses große Update für Colorista beinhaltet nun eine hollywood-bewährte Schritt-für-Schritt Anleitung zur Farbkorrektur. Sowie das Colorista Panel, das aus After Effects eine professionelle Farbkorrektur Umgebung macht.

  • Colorista Panel für After Effects und Premiere Pro
  • Geführte Farbkorrektur
  • LUTs
  • Farbtemperatur und Tint
  • RGB Punkt Kurve
  • gestrafftes Keyer Interface
  • Log Support

Magic Bullet Denoiser III

 

Der Denoiser wurde komplett neu programmiert und besticht nun durch mehr Geschwindigkeit und Stabilität.

  • Sehr hochwertiges Ergebnis
  • GPU Beschleunigung
  • Annähernd in Echtzeit
  • neues vereinfachte Oberfläche
  • von Grund auf neu geschrieben

 

Magic Bullet Mojo II

 

Mojo war immer das Werkzeug schlechthin wenn es darum ging, seinem Material einen Hollywood Look zu verpassen.

Aber der Look der Hollywood Filme hat sich verändert und so hat sich auch Mojo weiter entwickelt.

Mojo liefert quasi mit einer Anwendung schon fast perfekte Ergebnisse. Zudem beinhaltet es nun Vignette, Belichtung, Farbtemperatur und Farbton.

 

  • Aktualisierter Kinofilm Stil
  • GPU: OpenGL/OpenCL (Mercury Playback)
  • LOG support
  • Voreinstellungen
  • Vignette
  • Belichtung
  • Farbtemperatur
  • Farbton

Magic Bullet Cosmo II

Die RedGiant Lösung für kosmetische Bearbeitung liefert nun bessere Ergebnisse als jemals zuvor.

Mit einem neuen Hautauswahlwerkzeug, Faltenreduzierung und einer Funktion zur Entfernung von Flecken hilft Cosmo den Protagonisten ins Beste Licht zu rücken.

  • Bessere Ergebnisse
  • Hautauswahlwerkzeug
  • Verbessertes Visuelles Feedback

 

Magic Bullet Renoiser

Renoiser ist ein ganz neues Produkt und gibt euren Aufnahmen eine Kinofilm Textur und Körnung. Ob man nun das Rauschen vorher reduziert hat, CGI Aufnahmen oder Motion Graphics Kompositionen bearbeitet. Renoiser’s echtzeit GPU beschleunigte Engine gibt deinen Aufnahmen die Textur, die es erst überzeugend macht.

Es gibt 16 Presets die auf echtem Film basieren sowie 16mm und 8mm. Renoiser unterstützt auch die Adobe Mercury Playback Engine.

Hier ein Beispiel zur Nutzung von Renoiser:

 

 

Magic Bullet Film 1.2

Film emuliert den fotochemischen Prozess der Filmentwicklung und gibt dem zugrundeliegenden Material den echte Look von Film.

Vom original Filmnegativ über Farbkorrektur bis hin zur Ausbelichtung ist mit diesem Werkezeug alles in quasi Echtzeit mit der Mercury Playback Engine verfügbar.

Film 1.2 ist ein kostenloses Update zu Film 1.0.

  • GPU: OpenGL/OpenCL (Mercury Playback)

Magic Bullet LUT Buddy wurde eingestellt. Magic Bullet Looks and Colorista jedoch können beide weiterhin LUTs importieren.

 

 

 

Motionographer startet Motion-Graphics Youtube Kanal

Motionographer startet Motion-Graphics Youtube Kanal

Motionographer startet Motion-Graphics Youtube Kanal mit dem Format Step-by-Step

 

Die beliebte Motion-Graphics Plattform Motionographer.com hat einen neuen Youtube Kanal gestartet. Dort ist ein monatliches Format namens “Step-by-Step” zu sehen.

Anders wie der Name vermuten lässt handelt es sich dabei aber nicht um Schritt-für-Schritt Anleitungen. Sondern um kommentarlose Bildschirmaufzeichnungen von bekannten Motion-Graphics Künstlern, die eine Animation in ihrem ganz eigenen Stil erstellen.

Screenshot vom Motionographer Motion-Graphics Youtube Format Step-by-Step

 

Auftakt mit Buck Artist Ariel Costa

Den Auftakt macht dabei Ariel Costa, der auch als Blinkmybrain bekannt ist (https://www.behance.net/blinkmybrain), mit seinem ganz eigenen 2D Collagen Stil.

Der brasilianische Motion-Graphics artist, der aktuell in Los Angeles lebt, arbeitete bereits für bekannte Motion-Graphics Agenturen wie Buck und Tendril und ist durch seinen individuellen abstrakten 2D Stil bekannt geworden.

Welchen Zweck Motiongrapher mit unkommentierten Videos verfolgt, wird sich mit der Zeit zeigen, da der User zwar Einblicke in die Arbeit bekannter Artists bekommt aber darüber hinaus keinen wirklichen Mehrwert bekommt.

 

Youtube Erfolg bleibt abzuwarten

Ob die geplante Programmerierung, nur einmal im Monat eine neue Folge zu zeigen wirklich funktioniert bleibt abzuwarten, da es sich hierbei nicht um “klassische” Tutorials handelt.

Möglicherweise verfolgt Motionographer aber garnicht das Ziel Reichweite aufzubauen sondern will den Lesern der Plattform nur einen weiteren Mehrwert bieten.

Zumindest die Einblicke in die individuelle Arbeitsweise der beteiligten Künstler sind es schonmal wert sich diesen Kanal näher anzusehen bzw. zu abonnieren.

Bereits mit dem ersten Video konnte Motionographer einige Views sammeln. Die Reichweite des Kanals hält sich im Vergleich zum Stellenwert der Plattform mit aktuell 450 Abonnenten jedoch noch in Grenzen.

Es bleibt zu hoffen dass früher oder später auch mal ein Motion Graphics Artist aus Deutschland dort zu sehen sein wird. Mittlerweile gibt es natürlich einige artists die dafür definitiv in Frage kommen würden.

Wen würdet ihr gerne bei diesem neuen Motionographer Format in Aktion sehen? Schreibt eure Vorschläge gerne in die Kommentare.

 

Adobe After Effects Plug-In FX Console von Videocopilot veröffentlicht

Adobe After Effects Plug-In FX Console von Videocopilot veröffentlicht

Videocopilot hat das kostenlose Adobe After Effects Workflow Plug-In FX-Console veröffentlicht.

 

Damit wird es nun deutlich einfacher wiederkehrende Abläufe in After Effects zu optimieren.
Bei der täglichen Arbeit mit Anwendungen wie After Effects ist das Thema “Click Mileage”, also der Weg den man mit der Maus bei immer wiederkehrenden Aufgaben zurücklegt immer präsent. Jeder Klick den man vermeiden kann, spart am Ende des Projektes viel Zeit.

Screenshot für das After Effects Plug-In FX Console von Videocopilot

Schnelleres Arbeiten mit neuem Tastenkürzel Manager

Mit FX Console ist es nun möglich Effekten Tastaturkürzel zuzuweisen und sogar einen eindeutigen Alias zu vergeben, für Effekte die dieselbe Bezeichnung tragen oder einfach nur schwer zu merken sind.
In Kombination mit der in After Effects bereits eingebauten Funktion Effekt Voreinstellungen zu speichern, lassen sich Grundeinstellungen von Effekten speichern, die dann mit nur einem Tastendruck abrufbar sind.

Mit diesem Plug-In hält auch ein Tastenkürzel-System Einzug in After Effects das von Usern, die auch mit anderen 2D und 3D Programmen wie Cinema4D, Nuke oder ZBrush vertraut sind, schmerzlich vermisst wurde. So lässt sich jedem beliebigen Effekt ad hoc ein eigenes Tastenkürzel zuweisen oder ändern.

 

Screenshots leicht gemacht

Obendrein wurde ein sehr praktikables Screenshot System implementiert. So ist es zum Beispiel möglich mit einem Klick die aktuelle Bühne in die Zwischenablage zu speichern und direkt in Photoshop einzufügen. Ohne dafür, wie bisher in After Effects, zu einem bestimmten Systemordner navigieren zu müssen, um den Screenshot (in After Effects als Snapshot bezeichnet) nutzen zu können.

Das Plug-In wurde offensichtlich aus einem internen Script heraus entwickelt, dass schon vor einiger Zeit für ein Videocopilot Projekt genutzt wurde, um Arbeitsabläufe zu beschleunigen. Oftmals werden proprietäre bzw. interne Lösung zu einem eigenständigen Produkt weiter entwickelt. So wurde zum Beispiel Photoshop ursprünglich von Thomas Knoll 1987 bei Industrial Light & Magic während einer Produktion entwickelt, um digitale Bilder schnell bearbeiten zu können.

Insgesamt eine sehr nützliche Erweiterung für After Effects User, die wiederkehrende Aufgaben beschleunigen möchten.

weitere Informationen bei Video Copilot:

http://www.videocopilot.net/blog/2016/07/the-video-copilot-show-is-online/