Facebook hat Influencer Marketing beerdigt

Facebook hat Influencer Marketing beerdigt

Influencer Marketing ist weiterhin in aller Munde, aber wird es jetzt richtig teuer? Laut Digiday hat Facebook nun eine neue Funktion eingeführt, die es Influencern ermöglicht gesponsorte Posts direkt vom Sponsor boosten zu lassen. Kritiker fürchten bereits, dass Influencer Marketing auf Facebook dadurch nun richtig teuer sowohl für Sponsoren als auch für die Influencer selbst werden könnte.

 

Influencer Marketing wird nicht mehr dasselbe sein

‘Wen interessiert Facebook’ höre ich nun viele Influencer und Agenturen sagen. Nun Instagram gehört Facebook und dass diese beiden Plattformen nicht kategorisch getrennt sind, erkennt man nicht zuletzt an der jüngsten Meldung, dass Instagram Kommentare genau wie auf Facebook, nun in Threads organisiert werden. Und welche Bedeutung Instagram für das Instagram Marketing hat, muss man dem interessierten Leser nun wirklich nicht mehr erklären. Insofern könnte diese Meldung, selbst wenn sie aktuell nur Facebook betrifft, viele Influencer aufhorchen lassen.

Marken können nun ihrerseits einstellen, welche Influencer diese verlinken dürfen und bekommen dadurch zusätzliche Analysedaten wie Reichweite, Interaktion und TKP. Auf den ersten Blick scheint es, als wolle Facebook nur eine bequeme Möglichkeit schaffen bezahlte Influencer Marketing Kampagnen zu erstellen. Die Befürchtung, dass der Facebook Algorithmus zukünftig bezahlte Kampagnen favorisieren wird, liegt jedoch auf der Hand. Unverhältnismässig teuere Kampagnen, im Vergleich zu heute, wären die Folge.

 

“Marken müssen nun bezahlen, um die organische Reichweite von Influencern zu aktivieren. Das bedeutet, dass Reichweite keine Rolle mehr spielt. Facebook hat Influencer Marketing beerdigt.”

Matt Britton / CEO Crowdtag Influencer Marketing –

 

Das könnte bedeuten, dass die Fangemeinde eines Influencers nicht mehr wichtig ist und Marken lieber wieder mit Prominenten arbeiten, anstatt mit einem Dutzen Influencer mit großer Reichweite.  “Prominente sind überall gleichermassen bekannt und Marken können mit ihnen Kampagnen realisieren wie im TV auch” sagt Matt Britton, CEO der Influencer Marketing Agentur Crowdtag. Diese Entwicklung ist nicht wirklich überraschend, da Facebook hier nur konsequent eine übergeordnete Strategie weiter verfolgt. Dass organische Reichweite auf Facebook gegen Entgelt beschränkt wird ist nicht neu. In gewisser Weise wird das Influencer Marketing dadurch weiter strukturiert.

 

Influencer Marketing - Facebook Post Sponsor boost

Influencer Marketing – Facebook Post Sponsor boost

 

Der Einfluss eines Influencers verliert an Bedeutung, zumindest im Hinblick auf die reinen Zahlen und Influencer Marketing auf Facebook wird ganz allgemein teurer werden.  Andererseits gibt Facebook damit den Werbetreibenden ein bisschen Media Kontrolle zurück, denn Marken würden für den Content, nicht die Distribution bezahlen. Facebook Influencer werden zwangsweise ihr Geschäftsmodell überdenken müssen.

“Ich denke nicht, dass dadurch das Influencer Marketing auf Facebook grundlegend verändert wird. Ich empfehle ohnehin einen Media Mix, bei dem bezahlte Promotion nur ein Teil der Kampagne ist.”

Chelsea Naftelberg / associate director of content and partnerships Attention Global –

Laut Chelsea Naftelberg von Attention Global wird diese Maßnahme durch Facebook keine großen Auswirkungen auf das Influencer Marketing haben, da sie ohnehin einen Media Mix empfiehlt, der nur zu einem kleinen Teil auf bezahlter Promotion basiert.  “Zumindest wird meine Arbeit dadurch vereinfacht, denn mein Team kann die Media Kampagne einfach selbst durchführen” sagt Naftelberg.

Ob dies nun das große Beben bedeutet wie einige Kritiker meinen wird sich bald zeigen. Es bleibt zumindest ein kleiner Beigeschmack, wenn man bedenkt, dass eine viel wichtigere Plattform für Influencer Marketing namens Instagram als nächstes ins Visier von Facebook geraten dürften, wenn es darum geht die Werbeerlöse zu erhöhen. Spätestens dann werden sich einige Influencer zwangweise damit auseinandersetzen müssen. Einen Vorboten gibt es bereits: Facebook gab vor einigen Tagen bekannt, dass die Kommentare bei Instagram Posts wie bei Facebook in Threads organisiert werden.

Bist du ein Influencer? Siehst du diese Funktion genauso kritisch? Oder bist du Marketer? Bist du auch der Meinung, dass das Influencer Marketing wie es heute existiert damit erledigt ist?

 

 

 

Facebook Watch – Frontalangriff auf Youtube & Netflix

Facebook Watch – Frontalangriff auf Youtube & Netflix

Es mag reiner Zufall sein, aber 2 Tage nachdem Youtube die Chat Funktion ankündigte, veröffentlicht Facebook einen offiziellen Blogartikel, in dem Facebook Watch ausführlich vorgestellt wird. Der neue Videobereich auf Facebook geht weit über den vor einiger Zeit eingeführten Video Reiter hinaus und zeigt klar welche Marschrichtung Facebook eingeschlägt: Long Form Videos!

Facebook Watch - iPhone & Android Screenshots

Facebook Watch – iPhone & Android Screenshots

Facebook Watch – 2 Milliarden Nutzer für ein gemeinsames Video Erlebnis

Stell dir vor du schaust Netflix und kannst direkt in der App mit deinen Freunden chatten und dich über die neueste Episode deiner Lieblingsserie austauschen. So wirkt Facebook Watch auf den ersten offiziellen Pressefotos. Interessant ist dabei ein Pressefoto aus dem offiziellen .zip Archiv das in dem Blogeintrag nicht direkt zu sehen ist! Mehr dazu weiter unten.

 

“We’ve learned from Facebook Live that people’s comments and reactions to a video are often as much a part of the experience as the video itself”

 

Auch in diesem Fall wird der neue Videobereich auf einigen ausgewählten Profilen im echten Betrieb getestet und dann schliesslich weltweit ausgerollt. Das ist aber keineswegs nur ein Test, um zu sehen wie es angenommen wird. Facebook hat bereits vor einiger Zeit Produzenten und Creators beauftragt Long Form Inhalte explizit für Facebook Watch zu produzieren. Interessant ist, dass auch bei den Creators von “zunächst ausgewählte Produzenten” die Rede ist. Das impliziert, dass die Lücke zwischen selbst hochgeladenen Katzenvideos und professionell produzierten Serien wohl auch in naher Zukunft geschlossen wird. Am ehesten passt hier der Vergleich Youtube vs. Youtube Red.


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Die Veröffentlichung von Facebook Watch kommt nicht überraschend, hat Facebook Gründer Mark Zuckerberg auf einer offiziellen Veranstaltung doch die Bedeutung von Bewegtbild Inhalten und Long Form Video im Speziellen deutlich hervorgehoben. Dieses Bekenntnis bekommt mit Facebook Watch nun ein Gesicht. Man will weg von gelegentlichen Smartphone Videos und kurzen Videoschnipseln, hin zum ernsthaften Konkurrenten von Amazon Prime, Netflix und vor allem Youtube. Es wäre wenig überraschend würden Netflix oder Amazon bald eine Co-Watching Funktion bekannt geben. 

“Das vor kurzem ausgegebene Bekenntnis zu ‘Long Form Video’ bekommt nun ein Gesicht”

Facebook Watch - iPhone & Android Screenshots

Facebook Watch – iPhone & Android Screenshots

 

Show Pages – Das Pendant zum Youtube Kanal?

Facebook-Show-Pages

Facebook-Show-Pages

In einem weiteren Blogeintrag von gestern wird Facebook Show Pages vorgestellt, quasi die Heimat der auf Facebook Watch zu sehenden Inhalte. Zwangsläufig erkennt man hier direkt parallelen zu einem Youtube Kanal. Noch ist es jedoch Produzenten (Creators) vorbehalten, die sich explizit mit einem Konzept für einen solchen Kanal (nun also Facebook Show Page) bewerben. Hierzu gibt es ein dediziertes Bewerbungsformular über diesen Link.

Eine ähnliche Vorgehensweise lässt Amazon über Amazon Direct Video erkennen. Eine offene Schnittstelle zu einer ansonsten geschlossenen Media Plattform (Amazon Prime Video). Es ist offensichtlich, dass Facebook genau hinschaut, was die Konkurrenz im Videobereich tut und versucht darauf durch eine nahtlose Implementierung zu reagieren. Was bei Snapchat funktioniert sollte doch auch mit Blick auf Youtube und Amazon funktionieren, oder?

 

 

Facebook ‘n’ Chill?

Die Pressemeldung von Facebook oder vielmehr die zusätzlich als .zip Datei ausgegebenen Fotos zeigen ein weiteres interessantes Detail. Es enthält ein Bild, das offensichtlich eine Smart TV App zeigt, die Facebook Watch darstellt. Eine Facebook App für TV Geräte ist nicht neu. Diese Darstellungen zeigen jedoch deutlich, dass man hier wirklich an allen (Video) Fronten angreifen will und nichts der Konkurrenz überlässt, Stichwort Netflix. Die Nutzer, die Facebook an ihren TV Geräten regelmässig nutzen sind noch sehr überschaubar. Alleine weil das Fernsehen einfach ein Lean Back Medium ist. Der Zuschauer ist also nicht auf eine aktive Teilnahme konditioniert. Wenn es Facebook Watch jedoch schafft den Zuschauer und den Social Media Nutzer in dieser App zusammenzuführen ist das ein weiterer Schritt hin zum vollwertigen Smart TV Erlebnis. Man müsste jedoch das Smartphone als Eingabegerät (schliesslich will beim chatten ja eifrig getippt werden) nahtlos mit dem TV verbinden. Google Chrome und der Amazon Fire Stick sind da schon einen Schritt weiter.

 

Schöne neue Co-Watching Welt

Alles ist “Co”. Co-Watching, Co-Streaming (wie gestern von Instagram vorgestellt). Der Trend geht eindeutig zum gemeinsamen Erleben von Videoinhalten. Für Produzenten und Videomarketer zugleich tun sich dadurch ganz neue Möglichkeiten auf. Wie progessiv Facebook dabei jedoch vorgeht überrascht dann doch ein wenig. Beschränkte sich dieses Vorgehen bisher doch auf den ‘Disput’ zwischen Instagram und Snapchat. Strukturen der Konkurrenz werden ganz dediziert analysiert und implementiert. Und da Facebook nicht irgendein Startup aus Berlin ist, das mal eben die VOD Welt revolutionieren will, ist dieser ‘Angriff’ ein regelrechtes Beben in der Online Video Welt.

Kannst du dir vorstellen, Shows im Stile von Netflix Serien auf Facebook zu schauen? Siehst du dich währendessen mit Freunden schreiben, wie es manche heute schon auf Twitter parallel zu Live-Sendungen tun? Oder empfändest du das als störende Ablenkung. Es dürfte übrigens nicht lange dauern, bis auch Facebook mit großem Budget einen eigenen Serienhit beauftragt. Wer weiss vielleicht heisst ja in naher Zukunft bald “and the Emmy goes to ….Facebook”.

 

Vertikale Videos für Instagram Stories und Snapchat aus Premiere Pro exportieren

Vertikale Videos für Instagram Stories und Snapchat aus Premiere Pro exportieren

Videos aus Premiere Pro für Instagram Stories exportieren

Mittlerweile hat Instagram ja eine ziemlich hohen Stellenwert im Online Marketing Bereich. Obendrein funktionieren Instagram Stories durch die gute Sichtbarkeit auch sehr gut. Da man dort auch vorgefertigte Videos hochladen kann wollen viele nun auch entsprechende Videos aus dem Schnittprogramm exportieren.

Hier zeige ich euch wie man ein vertikales Video aus Premiere Pro 2017 exportiert. Die meisten Tutorials die ich zu diesem Thema gefunden habe machen alle den gleichen Fehler: sie erstellen die vertikale Sequenz BEVOR Sie das Video zurecht schieben bzw. schneiden. Das Problem dabei ist, dass man die Bereiche links und rechts neben dem vertikalen Bereich nicht mehr sieht und somit nicht genau entscheiden kann, ob man die Bildelemente im Bild haben möchte oder nicht.

 

Ein Ansatz aus der Praxis für vertikale Videos

Ein praktikablerer Ansatz ist, sich einen Behelfsrahmen innerhalb der normalen FullHD Sequenz zu bauen. So kann man immernoch gut sehen, was sich links und recht abspielt und ob man dass ggf. in den sichtbaren Bereich schieben möchte. Das Influencer Marketing ist mittlerweile so durchprofessionalisiert, dass niemand der vorgefertigte Instagram Stories hochlädt es mehr dem Zufall überlässt, was man nun im Bild hat und was nicht. Andererseits werden die Inhalte speziell nur für diesen Anwendungsfall produziert. Meistens bekommt man bereits fertiges Material, das an dieses Format angepasst werden muss. In dem Fall ist diese Vorgehensweise perfekt geeignet.

 

 

Im prinzip erstellt ihr euch einen Behelfrahmen der eine größe von 608×1080 Pixel mittig im Bild einer FullHD Sequenz abdeckt. Dann könnt ihr immernoch das ganze Video sehen aber viel besser beurteilen welche Bildbereiche am Ende final im vertikalen Video erscheinen.

 

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Wenn ihr es  so macht wie es in vielen Tutorials empfohlen wird, also einfach die Pixelmaße austauscht und eine Sequenz mit 1080×1920 anlegt, habt ihr das Problem, dass ihr das Material höchstwarscheinlich sehr stark vergrößern müsst. Wer schon einmal Videomaterial in einem Schnittprogramm vergrössert hat weiss, dass das im Hinblick auf die Videoqualität keine gute Idee ist. Um von einer Höhe von 1080 auf eine Höhe von 1920 zu kommen muss man das Material fast verdoppeln. Zudem habt ihr warscheinlich meistens den Fall, dass es bereits stark komprimmiertes Material ist. Ihr also ohnehin mit wenig Qualität klarkommen müsst. Ihr seht also, in doppelter Hinsicht keine gute Idee, um für Instagram Stories zu exportieren.

“Das Material das ihr ggf. vorher stark vergrößert habt wird nun also stark verkleinert. Doppelter Qualitätsverlust!”

Praktikabler ist also eine vertikale Auflösung von 608×1080, die längere Seite des 9:16 Verhältnisses ist also “nur” 1080 Pixel lang. Hinzu kommt noch, dass Instagram ohnehin anscheinend nur 1080 intern speichert und sogar noch weniger Auflösung ausspielt. Das Material das ihr ggf. vorher also stark vergrößert habt wird nun also stark verkleinert. Doppelter Qualitätsverlust!

Das Download Projekt ist wie ein Template angelegt, legt einfach euer Quellmaterial in die “your video here” Sequenz, dieses wird dann schon korrekt in der Sequenz mit dem Behelfsrahmen dargestellt und später dann in der vertikalen Sequenz ausgespielt. Ziemlich einfach.

Weitere Tutorials zu Adobe Premiere Pro 2017 findet ihr hier

 

Quadratische Videos für Instagram & Facebook –  (kostenloses Preset für Premiere und AfterEffects)

Quadratische Videos für Instagram & Facebook – (kostenloses Preset für Premiere und AfterEffects)

Spätestens seit Videoseiten wie NowThis oder Tasty große Erfolge mit gigantischen Reichweiten auf Facebook und Instagram feiern ist klar: quadratische Videos funktionieren. Und das oft besser als im gewohnten 16:9 Format. Warum ist das so? Wie erstellt man quadratische Videos? Und warum funktionieren sie so viel besser? Hier nun ein paar Antworten, praktische Tips mit Praxisbeispielen und einem kostenlosen Preset Download für Adobe After Effects und Premiere Pro!

Die Zeiten in denen sich ein Filmemacher über Auflösungen, PAL oder NTSC den Kopf zerbrechen musste sind glücklicherweise vorbei. Seit dem Siegeszug von HD ist alles viel einfacher (und einheitlicher) geworden. Und da 4K vorerst nur eine Rolle für Film & TV und als Zwischenerzeugnis zur Postproduction spielt, ist es bei Onlinevideos recht einfach: 720p oder 1080p.

Aber gerade die Verbreitungswege für Online Videos ändern sich ständig und so muss man sich mit immer neuen Rahmenbedingungen auseinandersetzen. An dieser Stelle sei z.B. Snapchat erwähnt. Das Smartphone spielt in dieser Entwicklung eine große Rolle. Denn die Notwendigkeit für quadratische Videos hat ganz viel mit dem Onlinevideokonsum auf mobilen Endgeräten (genauer Smartphones) zu tun. Aber schauen wir uns das mal genauer an.

 

Funktioniert das wirklich? Ein Praxisbeispiel

Wie gut das tatsächlich funktioniert schauen wir uns folgendem Beispiel an. Im April 2016 betreute ich mit meinem Team einen Kunden aus der Fitnessbranche auf der weltgrössten Fitnessmesse FIBO. Dort haben wir auf dem Stand einige Interviews durchgeführt, unter anderem mit dem amtierenden Mr. Olympia Phil Heath.

Mit dem Video vom Interview haben wir ein kleines Experiment durchgeführt. Zuerst haben wir es ganz normal im 16:9 Format auf Facebook gepostet, ohne Untertitel (die Untertitel werden im Anschluss noch wichtig). Das Video im normalen 16:9 Format hat (Stand: 26.11.16) 2949 Views. Das gleiche Video im quadratischen Format jedoch, das kurz danach gepostet wurde, hat 32.515 Views! (siehe unteres Bild).

>> Ein Plus an Views von genau 1000% !! <<

 

Ohne jegliche Werbung und bei einer verhältnismässig geringen Gesamtreichweite der Seite (23.871 Facebook Likes – Stand 26.11.16).

 Empire Sports Facebook - Fibo 2016 Screenshot

 

Dazu ein paar Fakten: quadratische Videos werden mit einer 67% höheren Warscheinlichkeit bis zum Ende angesehen. Und die VTR (view through rate) der ersten 10 Sekunden ist 54% größer als bei 16:9 Videos. Das erklärt die extremen View Unterschiede von unserem Beispiel. Aber es gibt noch einen anderen Grund. Untertitel! (siehe weiter unten).

 

Die Analyse

Mit einem 16:9 Video, das in einem Facebook oder Instagram Feed angezeigt wird (die bekannterweise vertikal verlaufen) deckt das Video nur ca. 32% des Bildbereiches ab. Konkurriert also mit knapp 68% des restlichen Bildbereiches. Wenn man nun das Video im Vollbild betrachten wollte, müsste man das Smartphone um 90 Grad drehen. Nur ca. 20% der User tun das regelmässig, um Videos im Vollbild zu betrachten.

Schaubild quadratische Videos auf Smartphones

Mit einem quadratischen Video vereint man also das beste aus beiden Welten. Man deckt einen weit größeren Bildbereich (ca 57%) im Vergleich zu einem 16:9 Video ab. Und muss dabei das Smartphone auch nicht drehen. Eine viel angenehmere User Experience. Ein positiver Nebeneffekt: man hat als Betrachter das Gefühl viel näher dran zu sein, durch den Beschnitt (Adobe After Effects Tutorial dazu am Ende des Artikels).


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Mehr Aufmerksamkeit auf Facebook & Instagram durch Untertitel

Auf beiden Plattformen werden Videos automatisch abgespielt, es sei denn man hat das explizit in den Voreinstellungen ausgeschaltet. Der Ton ist dabei jedoch zunächst stumm geschaltet. Durch Texteinblendungen erhöht sich die Chance, die Aufmerksamkeit des Nutzers zu gewinnen um ein Vielfaches. Die Warscheinlichkeit erhöht sich, dass der User bei dem Video “hängen bleibt”, um es weiter anzusehen. Diese Technik wurde besonders durch NowThis und Tasty populär. Zudem können so zusätzliche Informationen eingeblendet werden oder die Sprecherstimme visualisiert werden.

Empire Sports Screenshot mit Untertitel

Hierbei werden zusätzlich Schlüsselworte farblich hervor gehoben, um die Aussage noch weiter zu verdichten und Aufmerksamkeit zu erregen. In diesem Fall sind die Worte “selbst glauben” in rot hervor gehoben (siehe Bild oben).

 

Wie kommt Youtube dabei ins Spiel?

Auf den ersten Blick hat dieses Phänomen nichts mit Youtube zu tun. Weil dort bis jetzt kein Feed in der Form wie auf Facebook und Instagram existiert. Bis jetzt. Denn Youtube CEO Susan Woicicki hat bei einer Keynote auf der VidCon 2016 geradezu beiläufig angekündigt, die Interaktion der Youtuber mit den Zuschauern mit zusätzlichen Funktionen zu verbessern. So wird es z.B. möglich sein in den Kommentaren GIFs einzubinden. Ob diese Initiative Youtube mehr in Richtung Social Media Plattform zu verändern irgendetwas mit dem Scheitern von Google+ als Facebook Konkurrent zu tun hat, ist nicht überliefert. Denn eigentlich ist es nur logisch, Youtube mehr in Richtung Facebook zu verändern und so die Interaktion zu erhöhen. Erst recht da Facebook offensiv versucht, die Video Fähigkeiten der Plattform zu verbessern.

 

Quadratische Videos in Adobe Premiere Pro und After Effects erstellen (mit kostenlosem Preset Download)

Gut aber wie erstellt man nun quadratische Videos? Im Prinzip muss man nur 2 Dinge beachten: die Bildbereiche die im späteren Video zu sehen sein sollen, müssen im sichtbaren Bereich sein (quadratischer Bereich in der Mitte). Und das Video muss in quadratischer Auflösung ausgespielt werden. In unserem Beispiel 1080×1080 Pixel. Dazu gibt es eine kostenlose Vorlage für After Effects und Premiere Pro zum Download weiter unten. Wie so ein Video erstellt wird demonstriere ich euch in diesem kurzen Tutorial:

 

Instagram erstellt doch automatisch quadratische Videos

Ja Instagram Videos werden automatisch quadratisch zugeschnitten. Und genau das ist das Problem. Bildbereiche die sich beim Dreh am Bildrand abspielen, werden einfach abgeschnitten. Es wird also notwendig einzelne Clips in den mittleren Bereich zu verschieben (siehe Video). Zudem gibt es diesen Automatismus bei Facebook nicht. Man muss es also erzwingen indem man das Video direkt quadratisch ausspielt. Der Vollständigkeit halber sei zudem erwähnt, dass Instagram Videos nur 60 Sekunden lang sein können (Stand Nov. 2016).

 


Preset Download

Das im Tutorial erwähnte Preset über den Download Button kostenlos herunterladen:


 

 

Fazit

Längst werden über 50% der Online Videos auf mobilen Endgeräten konsumiert. Für 2017 wird ein Wert von annähernd 60% prognostiziert. Das und nicht zuletzt das nächste Google Update, das die Priorität ganz klar auf mobile traffic setzt (offizielle Devise “mobile first”) machen es umso wichtiger, sich mit solchen Mechanismen der Onlinevideo Nutzung Plattform-spezifisch auseinanderzusetzen. Es wird sich nichts daran ändern, dass 16:9 das gängige Seitenverhältnis für Bildschirme und Videos ist. Auch Instagram und Snapchat mit der Vertikalansicht werden in absehbarer Zeit nichts daran ändern. Zumal das viel eher dem natürlichen Sichtfeld des Menschen entspricht. Aber als Videograf und Online Video Produzent macht es Sinn, die Inhalte nicht nur auf verschiedenen Plattformen zu verbreiten. Sondern auch das ideale Format zu wählen. Abschliessender Tip: Die hier beschriebenen Tips sind auch für Twitter Videos (maximale Länge aktuell: 140 Sekunden) anwendbar!