Facebook Rights Manager lässt Content Inhaber Werbeeeinnahmen beanspruchen

Facebook Rights Manager lässt Content Inhaber Werbeeeinnahmen beanspruchen

Gestern führte Facebook ein weiteres des vor ca. 1 Jahr eingeführten Rights Managers durch. Im Facebook Rights Manager lassen sich ähnlich dem Youtube Content ID System Referenzvideos hochladen, die von Facebook automatisiert mit allen Video Uploads anhand eines “Fingerabdruckes” (Hash) verglichen werden. Nachdem Facebook vermehrt in die Kritik geraten ist, dass Video Creator nicht ausreichend geschützt werden, wurde das Rights Manager System eingeführt. Vor allem Inhalte von Youtube wurden systematisch auf Facebook hochgeladen, um eigene Reichweiten aufzubauen. Im Zuge der Facebook Strategie sich selbst als Videoplattform zu etablieren, wurde diese Praxis lange ignoriert. Es war jedoch nur eine Frage der Zeit, bis sich der Widerstand von Video Creators formierte, deren Inhalte systematisch piratisiert wurden.

Video Monetarisierung mit dem Facebook Rights Manager

Mit dem neuesten Update lassen sich nun Einnahmen, die mit unrechtmässig hochgeladenen Videos generiert werden vom Rechteinhaber beanspruchen. Dieser hat die Wahl ober das Video sperren möchte oder das Video weiterhin sichtbar sein soll, um weiter Einnahmen zu generieren.

Wenn der Facebook Rights Manager anhand der hochgeladenen Referenzdatei eine Übereinstimmung findet stehen mehrere automatisierte Optionen (Match Actions und Match Conditions) zur Verfügung.

 

To help make management more efficient for rights owners, we’re now enabling them to automate more of the process, and providing more options for what happens to matched content. This means that the rights owner can decide to set an action to happen automatically when a match of their content is found on Facebook, simplifying the process.

 

Die Match Conditions unter welchen Bedingungen das System eine Übereinstimmung anhand der Referenzdatei feststellen soll (Land, Content Art, Länge, Publisher, öffentlich/privat). Hierbei ist es auch möglich, dass Videos ermittelt werden die zwar hochgeladen aber noch nicht veröffentlicht wurden (privat).

Anhand dieser Übereinstimmungen kann der Rechteinhaber entscheiden ober er das Video sperren lassen, oder lieber die potenziellen Werbeeinnahmen vereinnahmen möchte. Da Facebook sich immer mehr als Videoplattform positioniert und somit auch die Monetarisierung anhand von ad breaks und in-stream video ads vorantreibt, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Ansprüche mit einem Rechtemanagementsystem wie dem Facebook Rights Manager geregelt werden müssen. Dieses Schicksal ereilte seinerzeit auch Youtube, als Viacom eine Klage gegen die Videoplattform anstrengte und das Content ID System eingeführt werden musste.

Dass ein solches System den Content Klau nicht vollständig verhindern kann, zeigt das Youtube Content ID System. Zumindest ist es jedoch ein sinnvolles Werkzeug für Video Creator, um die eigenen Ansprüche geltend machen zu können.

Weitere Informationen im Facebook Blog:

An Update on Video Monetization


Hakan Acarel ist Adobe Certified Expert (PremierePro & AfterEffects) und ist seit 15 Jahren selbständig als professioneller Videograf & Motion Graphics Artist. Schrieb seine Marketing Diplomarbeit zum Thema “WebTV – Distribution, Marketing und Monetarisierung”. Er arbeitet für namhafte Kunden aus Film, TV & Werbung wie ARD, Endemol, Ufa, RTL, Pixomondo & Saatchi&Saatchi. Er ist Fachautor & Speaker als Experte für Online Video Marketing &Youtube (u.a. Co-Autor des aktuellen Youtube Reports der Online Marketing Rockstars) und bloggt über aktuelle Themen im Bereich Videografie, Kameratechnik und MotionGraphics.
Das Ende der Youtube Annotation! – Die Anmerkung ist Geschichte

Das Ende der Youtube Annotation! – Die Anmerkung ist Geschichte

Die “Endcard” ist so eine Sache, die unmisverständlich mit Youtube Videos verknüpft ist. Die Grafik gewordene Call-to-action, die man sich mit klickbaren Flächen (Annotation) zusammenbaut und den User weiter bei Laune hält und im Idealfall dazu bewegt weitere Interaktionen durchzuführen. Mehr Klick, mehr Abonnenten, mehr Views. Das Ende der Youtube Annotation scheint jetzt jedoch gekommen zu sein.

 

Die Youtube Annotation und der mobile Traffic

Im Zuge der Verlagerung des Youtube Traffic (erstmals mehr Views auf Mobilgeräten) führte Youtube vor Kurzem die Endscreens ein. Während der Begriff EndCard kein offizieller technischer Begriff war und nur die Funktion beschrieb, ist der Endscreen (zu deutsch Abspann) eine tatsächliche konkrete Funktion auf Youtube.

Screenshot Youtube Annotation auf Desktop und Smartphone

Bye-Bye Annotation Editor

Nun ist die Schonzeit wohl vorbei und Youtube gab in einem Blogpost bekannt, dass die Annotations zum 2. Mai abgeschafft werden und dann nur noch Endscreens als Mittel zur CTA zur Verfügung stehen (neben den Infocards natürlich – wie bereits hier beschrieben). Ab dann ist es nicht mehr möglich neue Annotations zu erstellen, bestehende Annotations bleiben jedoch weiter funktionsfähig z.B. in älteren Videos.

Während diese beiden Funktionen immer weiter verfeinert wurden, ist die Nutzung von Annotations wohl um ca. 70% zurück gegangen. Schlaue Youtube Kanalbetreibern wird auch nicht entgangen sein, dass Google im Zuge des ‘Mobile First’ Gedanken Kanäle, die diese Funktionen ausgiebig nutzen besser gewichten wird als diejenigen, die immernoch an Annotations festhalten.

Laut Youtube sorgen Endscreens & Infocards für 7mal mehr Klicks auf Youtube als es bei Annotations der Fall ist. Während immer mehr User Annotations komplett abschalten. Zudem ist die Erstellung von Edscreens in Infocards durch die Standardisierung viel einfacher zu erstellen. Youtube beruft sich dabei auf Rückmeldungen der User.

Alles in allem ein weiterer Schritt in Richtung Mobile First, der die Nutzung der Online Video Plattform so komfortabel wie möglich gestalten. Es zeigt auch deutlich, dass sich selbst ein Primus wie Youtube (bzw. Google) nicht auf seinem Status ausruhen kann und sich ständig den Nutzungsgegebenheiten anpassen muss. Konkurrenten wie Twitch oder Vimeo schlafen nicht und führen selbst ein paar Interessante Funktionen ins Feld.

Mehr Informationen hier im Youtube Creator Blog.

 


Hakan Acarel ist Adobe Certified Expert und ist seit 15 Jahren selbständig als professioneller Videograf & Motion Graphics Artist. Schrieb seine Marketing Diplomarbeit zum Thema “WebTV – Distribution, Marketing und Monetarisierung”. Er arbeitet für namhafte Kunden aus Film, TV & Werbung wie ARD, Endemol, Ufa, RTL, Pixomondo & Saatchi&Saatchi. Er ist Fachautor & Speaker als Experte für Online Video Marketing &Youtube und bloggt über aktuelle Themen im Bereich Videografie, Kameratechnik und MotionGraphics.
Video Review – Vimeo veröffentlich Schnitt Kollaboration

Video Review – Vimeo veröffentlich Schnitt Kollaboration

Vimeo veröffentlich ein weiteres Werkzeug, um kollaborative Videoprojekte weiter zu vereinfachen. Mit Video Review ist es nun möglich Rohschnitte und Vorversionen zu verschicken, um diese mit Anmerkungen und Notizen zu versehen.

Anmerkungen können in Form von Kommentaren an entsprechender Stelle (also Laufzeit) des Videos hinzugefügt werden. Der Fokus liegt dabei auf einer einfachen, fast minimalistischen, Bedienung, die sich nahtlos in die bisherige Vimeo Oberfläche einfügt.

 

Vimeo-Review Anmerkung

(Video Review Anmerkung)

Die Anmerkungen können dabei in Echtzeit beantwortet werden und sind zudem per Klick mit dem entsprechenden Zeitindikator verbunden. So lässt es sich ganz einfach mit eine Klick durch die Liste von Anmerkungen navigieren, um z.B. Änderungswünsche abzuarbeiten. So ist es viel einfach als z.B. eine Email mit Änderungen abzuarbeiten, die nicht direkt mit dem Video verbunden ist. Man muss sich die zu bearbeitende Stelle im Video mühsam selbst suchen.

 

Änderungsliste leicht gemacht

 

Video Review - ToDo Liste

Dabei kommt eine weitere nützliche Funktion ins Spiel: die ToDo Liste. Die hinterlassenen Kommentare lassen sich bequem in eine To-Do Liste umwandeln, die anzeigt welche Punkte bereits abgearbeitet sind. Vorbei sind die Zeiten, in denen Emails ausgedruckt und erledigte Aufgaben durchgestrichen werden mussten.

 

Vimeo - seamless video review

Alles in Allem ist Vimeo Video Review eine sinnvolle Erweiterung der Video (Hosting) Plattform und wer sie dazu nutzt, die eigenen Videos zu hosten bzw. über die bisherige Reviewpage Zwischenstände zu kommunizieren, wird mit Video Review eine praktikable Erweiterung finden, um noch schneller und effektiver zu arbeiten.

Also Videograf, vor allem in der Online Video Welt, wird es immer wichtiger Aufgaben schneller und effektiver abzuarbeiten. Neben Kollaborationslösungen wie z.B. FrameIO (https://frame.io/) oder Adobe Anywhere (http://www.adobe.com/de/products/adobeanywhere.html) sind Werkzeuge wie Vimeo Video Review absolut sinnvoll, um die eigene Effektivität zu steigern. Vor allem wenn man bereits Vimeo nutzer ist.

Wie ist euer Workflow bei Kollaborationen bzw. um Feedback für Schnittprojekte zu bearbeiten? Nutzt ihr bereits Lösungen in diesem Bereich oder ist es noch die klassiche Email Liste, die abgearbeitet wird? Weitere Ideen und Tips gerne in die Kommentare.

 

 

 

 

 

Influencer im Gespräch – mit Janine Pink (Köln 50667)

Influencer im Gespräch – mit Janine Pink (Köln 50667)

Nachdem die Arbeit erledigt war und wir ein paar Schnappschüsse für ihren Instagram Account im Kasten hatten, habe ich die Chance genutzt und mit Janine bei einer heissen Tasse Tee ein bisschen über Influencer Marketing gesprochen. Wie hat sie ihre Reichweite aufgebaut? Wie vereinbart sie das mit ihrem Drehplan? Gibt es Vorgaben von der Produktionsfirma? Gibt es Konkurrenzsituationen mit Kollegen oder gar “normalen” Influencern? (also diejenigen, die nicht im TV zu sehen sind).

 

 

Prioritäten setzen

Es ist ja mittlerweile ein Vollzeit Job einen größeren Instagram Account zu pflegen. Erst recht wenn man bisher keine Unterstützung dabei hatte. Janine ist seit 4 Jahren Teil der Dokusoap Köln 50667 auf RTL2 und muss ganz klar Prioritäten setzen wenn es darum geht ihre Social Media Accounts zu bespielen. Schliesslich kann sie den Drehplan nicht einfach über den Haufen werfen, wenn sie grade mal snappen muss. Bei uns ist das glücklicherweise etwas entspannter und so konnten wir in einer Drehpause die Zeit nutzen, um ein kleines Set mit 3 Outfits für ihren Accounts zu fotografieren.

>>> Um kein Video mehr zu verpassen, den Press>Play Youtube Kanal hier abonnieren <<<

 

TV oder Instagram Star?

Ob man nun täglich im deutschen Fernsehen zu sehen ist oder einen Social Media Accounts mit millionen Reichweite aufbaut, letztendlich geht es um den “Marktwert”. Und dieser will gut aufgebaut sein. Das als TV-Star jedoch beides unter einen Hut zu bringen, bedarf ziemlich viel Geschick in der Terminplanung. Erst recht wenn man nicht in Köln wohnt (wie Janine) aber dort jede Woche drehen muss. Trotzdem ist es selbst für einen TV-Star wichtig, die Social Media Präsenz zu pflegen und die Reichweite stetig auszubauen.

 

Ich bin kein Fotograf

Ich werde ja nicht müde zu betonen, dass ich kein Fotograf bin (sondern Videograf). Unsere Profifotografin Niki Romczyk (www.atelierbildschoen.de) hatte jedoch andere Verpflichtung und so musste ich mal wieder einspringen. Das ist aber speziell für Instagram ganz sinnvoll, denn die Bilder sollten nicht allzu professionell sein. Wir halten uns deswegen bei den “Tagessets” bewusst zurück was den Aufwand der Bilder angeht. Zumindest im Fashion / Fitness / Lifestyle Bereich. Es wundert also nicht, dass z.B. die Bilder von Pamela Reif zum Grossteil nach wie vor von ihrem Bruder gemacht werden, obwohl da das Budget für Profifotografen definitiv drin sein sollte mittlerweile.

 

Janine Pink Instagram Bilder

 

Qualität vs. Quantität

Da es hierbei nun um die Instagram Bilder für ihren Account ging, zum Abschluss noch ein konkreter Tip für Instagram Fotos: Auch bei Instagram ist es wichtig, regelmässig und häufig zu posten (am besten mindestens 2x am Tag). Im Gegensatz zu Youtube ist bei Instagram die Qualität der Bilder jedoch sehr wichtig. Andererseits sollten sie nicht zu sehr hochglanzmässig sein, da dann die Authentizität leiden könnte. Wenn es zu werblich und hochwertig aussieht, schiesst man schnell über das Ziel hinaus.

Die Bilder sollten irgendwo zwischen Schnappschuss und High-End Fotografie sein. Eine Einsteiger DSLR Kamera (wie z.B. die Canon 750D) reicht dabei völlig aus. Eine Basis-Bearbeitung (Haarsträhnen, Kratzer, Pickel) und der für das Instagram Profil festgelegte Bild-Look reichen aus. Ja es macht durchaus Sinn, dass das Profil einer konstanten Bildsprache folgt. Hier in diesem Fall haben wir mit der Sony A7SII fotografiert. Mit der Zoom Optik SEL 24-240 die ich eigentlich zu 95% auf der Sony Kamera drauf habe. Eine gute Universaloptik für z.B. Eventvideos von Weitwinklig bis 240mm Tele. Und eben für solche Instagram Strecken sehr gut geeignet, weil man schnell einen großen Brennweitenbereich abdeckt.

Der Bildlook wurde mit VSCO Cam und dem HB2 Filter erstellt. Ein sehr beliebter Filter unter Top Instagrammern. HB2 und P5 benutzen wir in solchen Fällen sehr oft.Die genauen Einstellungen (Farbtemperatur, Sättigung, Schattenfarbe etc.) demnächst hier in einem der Blogbeiträge oder im Vlog auf dem Zweitkanal (siehe oben).

 

 

Welchen Mehrwert die neue Youtube Abspann (Endcard) Funktion  bieten kann

Welchen Mehrwert die neue Youtube Abspann (Endcard) Funktion bieten kann

Endcards sind schon lange ein probates Mittel, um das User Engagement und die Watch Time eines Youtube Kanals zu erhöhen. Leider funktionieren Sie in der bisherigen Form nicht auf mobilen Geräten. Der neue Youtube Abspann (End Screen) schafft nun Abhilfe.

Bisher war jedoch ein gewisser “Hack” nötig um den gewünschten Effekt zu erzielen. Die Vorschau-Clips mussten fest in das Video integriert werden und konnten nachträglich nicht mehr geändert werden. Zudem sind Annotations (Anmerkungen) nach wie vor nur am Desktop anklickbar. Bei der wachsenden Bedeutung von Mobile Traffic und vor dem Hintergrund des nächsten grossen Google Updates (mobile first) ein Problem.

Abhilfe schafft da nun die Youtube Abspann Funktion. Was vorher nur handverlesenen Youtubern vorenthalten war und bereits im März 2015 angekündigt wurde, ist jetzt für alle Youtube Kanäle verfügbar.

 

Der Tod der Endcard?

Endcards sind Grafiken & Thumbnails am Ende eines Videos, die den User zu einer Interaktion bewegen sollen (Call-To-Action). Entweder um ein weiteres Video zu sehen, den Kanal zu abonnieren oder eine angebundene Webseite zu besuchen.

Der neue Abspann (Praxisbeispiel am Ende dieses Artikels) kann in den letzten 5-20 Sekunden des Videos eingefügt werden. Auf diese Zeitspanne ist der Youtube Abspann beschränkt.

Es können bis zu 4 Video Thumbnails eingefügt werden. Die wählbaren Videos müssen dabei bereits auf dem selben Kanal veröffentlicht sein und im 16:9 Format sein.

Der wichtigste Vorteil beim Youtube Abspann liegt dabei auf der Hand: er funktioniert auf mobilen Endgeräten!

Bereits über 50% des Traffics von Youtube kommt über mobile Geräte und die bisherigen Annotations, also die klickbaren Überlagerungen, funktionieren nach wie vor nicht mobil.

Jetzt kann man jedoch “Endcards” (ein generischer Begriff der nun offiziell durch “Abspann” respektive “End Screen” ersetzt wird) bauen, die auch auf Smartphones anklickbar sind.

Selbst wenn Anmerkungen (Annotations) deaktiviert sind, werden die neuen End Screens angezeigt. Zu erwähnen ist jedoch dass Youtube darauf hinweist, dass der End Screen nicht immer zu sehen ist! Auch die Anordnung kann sich ändern, je nach größe des Bildschirmes auf dem er betrachtet wird.

Das bei Youtubern beliebte Mittel in eine Richtung zu zeigen, um auf das später eingefügte Thumbnail hinzuweisen, sollte also anders gelöst werden.

 

Ein neues Level in der Wechselwirkung zwischen Brand und Video Influencer (Youtuber)

Was ändert sich nun für den Youtuber? Im Grunde nichts. Man gibt ein bisschen kreative Freiheit auf für ein bisschen mehr Funktionalität. Es lohnt sich allerdings ein näherer Blick:

Mit dem neuen Abspann bietet sich eine Möglichkeit, den eigenen Traffic nun viel besser zu steuern. Wenn ein gesponsertes Video hochgeladen wird, misst sich dessen Erfolg natürlich primär an den Viewzahlen. Mit dem Abspann lassen sich die in die Videos eingefügten Vorschläge nun im nachhinein ändern. Somit kann ich die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Video lenken. Bei statischen Endcards war die nachträgliche Bearbeitung nicht möglich. Gut, das Ziel der Anmerkung beim Klick konnte jederzeit geändert werden, entsprach dann aber nicht den vorher visuell per thumbnail festgelegten Ziel.

Wenn die Youtube-API nun die Möglichkeit bietet diese Schnittstelle anszusprechen, haben Agenturen, die mit der Entwicklung solcher Tools vertraut sind ungeahnte Möglichkeiten!

 

Wie funktioniert der Youtube Abspann denn nun?

  1. Wir klicken wie gewohnt bei dem Video auf “bearbeiten“.

Der Reiter “Anmerkungen” heisst jetzt “Abspann und Anmerkungen“. Es ist ein weiterer Reiter “Abspann” hinzugekommen.

youtube-abspann02

Der Abspielkopf platziert sich exakt 20 Sekunden vor Ende des Videos. In unserem Beispiel bei 1.51min Lauflänge also bei 1.31min. Die Länge des Abpsannes kann bis zu 5 Sekunden vor Video Ende gekürzt werden. Der Abspann muss also mindestens 5 Sekunden lang sein.

Auf der Rechten Seite kann man das Element auswählen das man einfügen möchte. Dabei kann man auswählen zwischen:

  • Video oder Playlist
  • Kanalabo
  • einem anderen Kanal
  • Link zu einer authorisierten Webseite (zum Beispiel Landing Page)

 

youtube-abspann03

 

Wenn man nun ein Video hinzufügen möchte, gibt es 3 Optionen:

  • Neuester Upload

Das letzte hochgelande Video wird eingefügt.

  • Für aktuelle Zuschauer angepasst

Es wird ein Platzhalter eingefügt, der automatisch ein dem Zuschauer passendes Video (oder was der Youtube Algorithmus dafür hält) aus dem eigenen Kanal anzeigt.

  • Video / Playlist auswählen

Hier kann man ein Video aus dem eigenen Fundus auswählen. Wichtig: das Video muss bereits veröffentlicht sein. Nicht gelistete oder private Videos werden hier nicht angezeigt.

Optional lässt sich auch eine URL zu jeglichem Youtube Video einfügen. Zum Beispiel für Crosspromotions mit anderen Kanälen.

 

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Das ausgewählte Video lässt sich innerhalb einer vorgegebenen Minimum und Maximum Größe ändern und innerhalb des blau hervorgehobenen Bereiches frei platzieren.

 

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Es können bis zu vier Videos eingefügt werden, die sich nicht überlagern dürfen. In dem Fall wird eine Fehlermeldung angezeigt “Die Elemente dürfen sich gegenseitig nicht überschneiden“.

Wenn man ein bereits eingefügtes Video Thumbnail entfernen möchte einfach doppelklicken und auf den kleinen Papierkorb klicken.

Interessant sind noch die Felder “Vorlage verwenden” und “Aus Video importieren“.

Hier lassen sich entweder Vorlagen verwenden, die Youtube bereits vorgegeben hat.

Oder ein bereits angelegter Abspann, den man nur noch von einem vorigen Video importieren muss.

 

Fazit

Die neue Abspann Funktion ist ein tolles Werkzeug wenn es darum geht die Watch Time zu optimieren und vor allem die Interaktionsrate auf Mobilgeräten zu erhöhen.

Natürlich bietet es sich an, weiterhin dedizierte Backplates und Grafiken im Video einzufügen, über die dann die Video Thumbnails gelegt werden. An diesem Punkt ist nichts anders im Vegleich zum gewohnten Endcard Workflow.

Interessant wird es jedoch dadurch, dass sich die in der Endcard angezeigten Clips nachträglich ändern (und somit der Traffic) steuern lassen. Bleibt abzuwarten wie sich die großen Youtube Kanäle diese neue Funktion zu Nutze machen.

Adobe veröffentlicht das Social Publishing Panel für Premiere Pro

Adobe veröffentlicht das Social Publishing Panel für Premiere Pro

Adobe hat eine Erweiterung für Premiere Pro veröffentlicht, die vor allem für Online Video Produzenten sehr interessant sein dürfte.

 

Videoschnitt für den Youtubestar von morgen

Das Social Publishing Panel , das nun in die offene Beta-Phase gestartet ist, solle es Online Video Produzenten ermöglichen ihre Videos noch schneller und vor allem effektiver auf die Social Media Plattformen zu verteilen.

Adobe Social Publishing Panel für Premiere Pro

So ist es möglich direkt aus Premiere Pro heraus Videos auf Youtube, Facebook, Behance und Twitter zu veröffentlichen. Ob es auch möglich sein wird Videos direkt auf Instagram hochzuladen ist aus dem von Adobe veröffentlichen Material nicht zu entnehmen. Schliesslich ist Instagram mittlerweile auch eine ernstzunehmende Videoplattform. Spätestens seit die Videolänge von vorher 15 auf jetzt 60 Sekunden erhöht wurde.

Das besondere jedoch ist, dass es nun erstmal aus einem Schnittprogramm heraus möglich ist Profile zu erstellen, die speziell auf die entsprechende Plattform abgestimmt sind. So ist es nun möglich Tags, also die Schlagworte die es Youtube ermöglichen das Video korrekt zu indexieren, direkt aus Premiere heraus einzutragen.

Adobe Social Publishing Panel für Premiere Pro

Es können verschiedene Vorlagen gespeichert werden, wenn zum Beispiel bestimmte Tags immer wieder vergeben werden. Eine Besonderheit ist dass das Panel Vorschläge zu Schlagwörtern und Tags macht, die das Video bei den Suchergebnissen auf Youtube besser positionieren werden.

Zusätzlich kann der Zeitpunkt der Veröffentlichung nun genau eingestellt werden. Dies entspricht der Option “geplant” auf Youtube. So spart man sich nun einen Schritt und muss es nun nach dem Ausspielen des Videos nicht nochmal von Hand auf Youtube hochladen. Das dürfte vor allem Online Produzenten freuen, die z.B. auf Youtube sehr aktiv sind und teilweise täglich Videos hochladen.

 

Videoanalytics Daten nun direkt in Premiere Pro

Das absolute Highlight sind jedoch die “Measure” Daten, also Analytics Daten, die zeigen wie erfolgreich das Video auf den verschiedenen Plattformen ist. Das entspricht ungefähr den Informationen die man Dienstleistern für die Cross Plattform Video Analyse wie Tubular Labs oder VidIQ entnehmen kann.

Adobe Social Media Publishing Panel für Premiere Pro

Um das rundum sorglos Paket abzurunden ist es in diesem Panel auch möglich ein Thumbnail hochzuladen. Kein Youtube Kanal der heutzutagen erfolgreich sein möchte überlässt das Thumbnail dem Zufall (oder dem Youtube Algorithmus).

Das Panel “lernt” mit der Zeit dazu und schlägt besonders erfolgreiche Tags öfter vor, um so einen immer effektiveren Pool an Schlagworten aufzubauen.

Adobe Social Media Publishing Panel für Premiere Pro

 

Das Adobe Social Media Publishing Panel ist nun in die offene Beta-Phase gestartet. Wer daran teilnehmen möchte kann sich über http://adobe.ly/sppbeta für dieTeilnahme an der Testphase bewerben.

Insgesamt sieht das Panel für Premiere Pro nach einer produktiven Erweiterung, vor allem für Online Video Produzenten, Youtuber und Influencer aus. Ob es wirklich eine sinnvolle Ergänzung für ein Schnittprogramm ist, wird sich in der Betaphase zeigen.