LE[VIDEO]NERDS – DER VIDEO PODCAST – Die perfekte Drohne für Videografen

LE[VIDEO]NERDS – DER VIDEO PODCAST – Die perfekte Drohne für Videografen

Eine Drohne ist mittlerweile ein Muss für jeden Videografen. In der heutigen Podcast Folge von Le[Video]Nerds sprechen wir über die aktuellen Drohnen, was sie unterscheidet und welche die besten Wahl ist.

 

 

Welche Drohne für welchen Einsatz?

Für jeden Einsatz gibt es das richtige Modell. Ob für den Gelegenheitsfilmer (mit Drohnen) oder professionellen Einsatz, die Hersteller bieten das perfekte Modell für jedes Szenario. Wie verschaffen uns einen groben Überblick über verschiedene Modellkategorien und wie man sich für die jeweilige Modellklasse entscheidet.

 

DJI Mavic Pro

DJI Mavic Pro Kamera Drohne

DJI Mavic Pro

Die DJI Mavic Pro ist die beste Wahl für den Videografen, der gelegentlich eine Drohnenaufnahme machen möchte und nicht unbedingt die absolut beste Bildqualität sucht.

Was nicht bedeutet dass die Aufnahmen der Mavic Pro minderwertig sind. Die Bildqualität ist von der Phantom 4 kaum zu unterscheiden. Nebeneinander betrachtet zeigen sich aber doch minimale Unterschiede. Für gelegentliches Filmen, z.B. eine Totale, als Opener oder Abschlussbild absolut ausreichend.

Durch die kompakte Bauweise lässt sich die Mavic Pro immer mitnehmen und man ist vorbereitet, auch wenn sich spontan eine Gelegenheit für einen schöne Aufnahme bietet. Deswegen ist sie auch perfekt als Zweit-Drohne, die man immer dabei haben kann. Sowohl die Ausleger als auch die Propeller (!) lassen sich einklappen.

  • + extrem kompakte Bauweise
  • + 7 Kilometer Reichweite
  • – leicht unscharfes Bild

 

DJI Phantom 4 Pro

DJI Phantom 4 Pro

Der ambitionierte Drohnenfilmer ist mit der Drohne aus der beliebten Phantom Serie bestens bedient. Die DJI Phantom 4 Pro besticht im Vergleich zur normalen Version durch diverse Funktionen, die durchaus einen Mehrwert bieten. So ist es mit der Pro Version möglich 4k in bis zu 60p zu filmen. Die Kamera ist deutlich verbesser (1 Zoll Sensor) und bietet bis zu 12 Blendenstufen. Da bei Drohnenaufnahmen oft Sonnenunter- bzw. Aufgänge im Spiel sind, ist der Dynamikumfang doch manchmal ein Faktor.

Zudem schützen die Sensoren die Drohne nun runherum wohingegen die “normale” Version nur Kollisionswarnung nach vorne bietet. Durchaus überlegenswert, denn eine Mavic Pro bietet keinen solchen ausgiebigen Schutz.

Obendrein bringt die Phantom 4 Pro ihr Display gleich mit und muss nicht mit einem eigenen Bildschirm (z.B. Smartphone oder Tablet) ausgestattet werden. Dieser schlägt aber auch wieder mit einem satten Aufpreis zu Buche. Insgesamt doch ein umfangreiches Paket zu einem zugegeben stolzen Preis verglichen mit einer Mavic Pro.

  • + Display eingebaut
  • + Kollisionssensoren rundherum
  • + 4K mit bis zu 60p
  • + 1 Zoll Sensor bis 12 Dynamikstufen
  • – deutlich teurer als die normale Version

 

GoPro Karma

GoPro Karma Kamera Drohne

GoPro Karma

Wer oft mit den beliebten Kamera arbeitet bekommt mit der GoPro Karma ein interessantes rundum sorglos Paket geboten. Mit der GoPro Hero 5 (kostet extra) bekommt man ein sehr ausgereiftes Kamerasystem das sich vielfältig einsetzen lässt.

Der Clou dieser Drohne ist jedoch der Karma Grip, ein einhand Gimbal der sich einfach aus der Drohne herausziehen lässt, um mit der Hero einfach aus der Hand weiterzufilmen. Ein sehr schlaues modulares System, das in dieser Form an die Kombination DJI Inspire 2 & X4/X5 Kamera erinnert, die sich auch an den DJI Osmo Gimbals betreiben lassen.

Wer sich nicht allzuviele Gedanken über Kameras und Drohnen machen möchte und einfach drauf los filmen will, ist hier gut aufgehoben. Es sei jedoch gesagt, dass GoPro (Stand November 2016) zuletzt große qualitätsprobleme mit der Karma hatte. Nicht verwunderlich, da GoPro erst mit dieser Drohne in dieses Segment eingestiegen ist. Bleibt abzuwarten wie schnell GoPro die Kinderkrankheiten aus der Welt schaffen kann.

  • + gutes Allround System
  • + ausgereiftes Kamerasystem mit der GoPro Hero 5
  • + gleichzeitig ein einhand Gymbal zur einhand Bedieung
  • – zuletzt technische Schwierigkeiten / große Rückrufaktion
  • – mit der Hero5 nicht gerade günstig (nur als Drohne betrachtet)

 

Yuneec Typhoon H Pro

Yuneec Typhoon H Hexacopter Kamera Drohne

Yuneec Typhoon H Hexacopter

Die Typhoon Dronen von Yuneec sind sehr interessant, da sie eine günstige Alternative zu DJI Drohnen bieten und mit sehr vielen Funktionen ausgestattet sind. Die Typhoon Serie besticht durch ein 6-Rotoren System und entsprechender Ausfallsicherheit. Wenn ein Rotor ausfällt kann man die Drohne trotzdem noch sicher landen. Eine Phantom 4 z.B. ist bei einem Rotorausfall nicht mehr zu steuern.

Zudem lässt sich die Kamera frei im 360 Grad Winkel drehen und ist dabei nicht beschränkt, was bei der Inspire der Fall ist. Die Kamera bei der Inspire muss nach einer kompletten Umdrehung wieder zurück bewegt werden.

Auch hier ist das Display in die Fernbedienung integriert und wartet mit diversen Automatikprogrammen auf, die das Fliegen deutlich erleichtern. Auch hier ist ein Kollisionswarnsystem nach vorne Verbaut, dass zumindest im Vorwärtsflug vor Hindernissen warnt.

Bei der Typhoon H sind die Ausleger auch einklappbar, was den Hexacopter trotz 6 Rotoren recht kompakt transportieren lässt.

Eine zusätzliche Besonderheit ist die Intel Real Sense Technologie (was ein besonders präzises Scanne der Umgebung ermöglicht) und eine zusätzliche Ferbedienung, die eine sehr exakte Verfolgung von Objekten ermöglicht. DJI greift hierbei via Software auf eine Bilderfassung zurück, die nicht immer Einwandfrei funktioniert.

  • + Hexakopter mit Ausfallsicherheits-System
  • + Intel Real Sense Sensoren
  • + 360 drehbare Kamera (inkl. Automatik Funktion)
  • + zusätzliche Fernbedienung zur Objektverfolgung
  • + sehr günstig im Vergleich zu ähnlichen DJI Drohnen
  • – geringere Reichweite und Höhe
  • – Kamera nicht immer zuverlässig (Schärfe, Weißabgleich)
  • – etwas weniger hochwertige Verarbeitung (irgendwo muss der Preis herkommen)

 

DJI Inspire 2

DJI Inspire 2

DJI Inspire 2

Wer auch nur ansatzweise mit dem Profilager liebäugelt kommt an der neu vorgestellten DJI Inspire 2 nicht vorbei. Aluminium / Magnesium Gehäuse, SSD Datenträger, optionale RAW Kamera, zweitkamera für den Piloten, zweitakku für Ausfallsicherheit und längere Flugdauer und eine Maximalgeschwindigkeit von 108 (!!) km/h sind nur ein paar der beeindruckenden Eckdaten der neuen Inspire.

Der “Facelift” der Inspire Serie beeindruckt mit Profifunktionen und sinnvollen Ergänzungen, die kaum noch Wünsche offen lassen, es sei denn man will eine große Kino Kamera in die Lüfte heben, was dann nur noch mit der größeren Klasse wie z.B. den Matice Drohnen möglich wäre.

Der modulare Aufbau, um die X5 Kamerasystem aufzunehmen bietet zudem die Möglichkeit diese RAW Kamera an einer DJI Osmo für stabilisierte Handaufnahmen zu betreiben. Und dann diese Kamera mit der Inspire 2 für Luftaufnahmen zu nutzen.

Um jedoch das volle Potenzial dieses Systems auszuschöpfen, ist jedoch ein vielfaches des sehr attraktiven Basispreises notwendig. Dann bekommt man allerdings ein System, dass im Hinblick auf professionelle Drohnenaufnahmen so gut wie keine Wünsche mehr offen lässt.

 

  • + sehr hochwertige Verarbeitung
  • + modulare Bauweise für professionelle Leistung
  • + Fluggeschwindkeit bis zu 108 km/h für dynamische Aufnahmen
  • + X5 Kamerasystem mit RAW Aufnahmen (Cinema-DNG) und Micro Four Thirds Wechselobjektiven
  • + Dual Batteriesystem zur Ausfallsicherheit
  • + SSD Speichersystem
  • + fixe Frontkamera für den Piloten unabhängig von Hauptkamera
  • – hoher Preis in maximaler Ausbaustufe

 

Fazit

Der ambitionierten Videograf, der gelegentlich Luftaufnahmen benötigt ist mit der DJI Mavic Pro bestens bedient. Diese lässt sich immer mitnehmen und spontan einsetzen, da sie mit dem klappbaren Rotoren und Auslegern in Sekunden Einsatzbereit ist. Die Bildqualität ist dabei für den gewöhnlichen Einsatz absolut ausreichend.

Wer sich mehr auf das Thema Drohnenfotografie- und Videografie einlassen möchte, sollte sich die DJI Phanton 4 Pro genauer anschauen. Wer ggf. auch Aufnahmen für Kunden machen möchte liefert mit dem verbesserten Kamerasystem auf jeden Fall gute Ergebnisse ab.

Ein gutes Alround System ist die GoPro Karma. Es bleibt allerdings abzuwarten wie schnell GoPro die Kinderkrankheiten dieses neuen Systems ausbessern kann.

Eine gute Alternative in Punkto Preis-Leistung ist die Yuneec Typhoon H. Sie bietet zu einem absoluten Kampfpreis Leistung, die bei DJI nur mit der DJI Inspire 1 möglich ist (z.B. frei schwenkbare 360 Grad Kamera).

Wer sich als professioneller Videograf versteht und absolute Profi Aufnahmen in der Luft erwartet kommt aktuell nicht an der DJI Inspire 2 vorbei. Selbst die Fachwelt war von diesem Facelift der Inspire Modellserie sehr positiv überrascht, die absolut keine Wünsche mehr offen lässt.