Google Video Preview – Video Vorschau in den Suchergebnissen

Google Video Preview – Video Vorschau in den Suchergebnissen

“Youtube ist die zweitgrösste Suchmaschine der Welt” – über Sinn und Unsinn dieser oft bemühten Phrase lässt sich wunderbar streiten (kleiner Vorgriff – es ist ausgemachter Unsinn, aber dazu mehr in einem späteren Artikel). Zumindest kommuniziert dieser Spruch gleichzeitig was wir alle längst wissen – Google selbst ist die größte Suchmaschine der Welt. Vor ein paar Stunden hat Google in einem offiziellen Blogeintrag bekannt gegeben, dass mit Google Video Preview nun kurze Vorschauclips von Videos in der Google Suche selbst angezeigt werden, um besser beurteilen zu können, ob das Suchergebnis eine zufriedenstellende Antwort liefert.

Zunächst die Fakten: Der Algorithmus analysiert das Video und wählt eine mehrsekündige Sequenz aus, um daraus eine Videovorschau (Google Video Preview) zu generieren. Diese Vorschau wird angezeigt, wenn Google das Video als Ergebnis in der normalen Suche angzeigt. Noch ist diese Funktion nur im WLAN verfügbar, während man mit der Google App oder dem Chrome Browser surft. Es gibt jedoch die Option es im mobilen Netz zu nutzen oder auch komplett abzuschalten, ähnlich dem Facebook Video Autoplay im Newsfeed.

 

Google Video Preview – Mobile Video first

Noch ist diese Funktion auf Mobilgeräte beschränkt. Und wieder ein Beweis welchen Stellenwert mobiler Traffic mittlerweile für Google hat. Es ist also noch nicht auf dem Desktop zu bewundern, dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, bis es auch dort zu sehen ist. Mit dem letzten großen Update hatte Google die Prämisse “Mobile First” ausgegeben und die Tatsache, dass so einschneidende Änderungen erst für Mobilnutzung freigegeben werden zeigt, wie wichtig die Mobiloptimierung für die eigene Contentstrategie ist (Stichwort Endscreen und Infocard für Youtube Videos, mehr dazu hier ‘welchen Mehrtwert der neue Youtube Abspann bietet’). Vor kurzem erst führte Google für Youtube das Video Thumbnail ein. Im Grunde exakt dasselbe, eine automatisch generierte Vorschau des Videos.

Mit 2 signifikanten Unterschieden: Die Youtube Video Vorschau ist nicht auf mobile Geräte beschränkt und erscheint nur bei Mouse Over. Wie auf dem offiziellen Google Blogeintrag zu sehen läuft die Google Videovorschau unabhängig von der Mausbewegung (oder genauer – der Fingerbewegung). Das alles erinnert an die Anfänge von Youtube, wo Thumbnails automatisch exakt in der Mitte des Videos erzeugt wurden. Natürlich haben findige Creator das schnell ausgenutzt und Bilder mitten im Video platziert, um das gewünschte Thumbnail zu bekommen. Custom Thumbnails gab es damals noch nicht. Jetzt mit “machine learning” ist es wohl schwierig das aktiv zu beeinflussen. Aber einen kleinen Case (um nicht zu sagen “Hack”) hab ich da doch noch gefunden!

 

Genug Branchennews, wir “hacken” uns nun die Videovorschau zurecht!

Bei dem vor Kurzem auf Youtube eingeführten Videothumbnail versucht der Algorithmus offensichtlich die interessanteste Stelle zu finden. Eine Stelle die,…:

  • die Suchanfrage bestmöglich bzw. schnellstmöglich beantwortet
  • an der das User Engagement & Watctime am höchsten Sinn
  • und (hier kommt der Tip) offensichtlich eine visuelle Zäsur stattfindet!
Youtube Video Thumbnail vs. Google Video Preview

Youtube Video Thumbnail vs. Google Video Preview

 

Hier ein Beispiel: Ich habe vor kurzem ein Tutorial für quadratische Videos hochgeladen. Den Artikel dazu (einer meiner meistgelesenen) findest du hier. In dem Video erkläre ich an einer Stelle den theoretischen Sachverhalt warum denn eigentlich quadratische Videos so gut funktionieren anhand einer Erklärvideo Sequenz. Das Video an sich ist ein reines Tutorial, keineswegs ein Erklärvideo. Trotzdem weist diese Stelle ein paar interessante Merkmale auf. ich habe dort das beste User Engagement, die Watchtime ist bis zum Ende dieser Sequenz deutlich über dem Durchschnitt (danach wird es recht theoretisch mit dem Adobe Premiere Pro Schnitt usw.). Und diese Stelle markiert eine visuelle Zäsur, soll heissen es unterscheidet sich visuell deutlich vom Rest des Videos. Ein kleiner Erklärvideo Exkurs sozusagen. Interessanterweise hat Youtube genau diese Stelle mitten im Video ausgewählt, um die Videovorschau zu generieren. Mein Tip also: wenn dein Video eine W-Frage beantwortet (wie funktioniert…, was ist…, warum… etc.) dann versuche in der ersten Videohälfte eine solche Erklärvideo-Zäsur einzufügen, um gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

 

“Ob der Videovorschau Hack für jeden reproduzierbar ist kann ich natürlich nicht sagen, dazu ist diese Funktion zu neu. Aber Tatsache ist, dass es erstmal funktioniert.”

 

Das lockert das Video auf, erst recht bei längeren Tutorialvideos. Und bietet offentsichtlich die Art von visuellem Mehrwert, die der Algorithmus aktuell für die Videothumbnails (und die Videovorschau der Google Suche) sucht. Genau dasselbe Verhalten zeigt der Algorithmus bei einem anderen englischsprachigen Kamera Review Video, das ich auf einem anderen Kanal hochgeladen habe! Genauso wichtig ist, dass sich die Chancen deine Watchtime zumindest in diesem Video zu erhöhen deutlich verbessert.

Ob der Videovorschau Hack für jeden reproduzierbar ist, kann ich natürlich nicht sagen, dazu ist diese Funktion zu neu. Aber Tatsache ist, dass es erstmal funktioniert. Da das Youtube Videothumbnail und Google Videopreview sich stark ähneln (um nicht zu sagen identisch sind) und vom Algorithmus automatisch generiert werden, ist fürs Erste davon auszugehen, dass diese Strategie auch für die gemeine Google Suche gut funktioniert. Wie eingangs erwähnt, grundsätzlich unterscheidet sich beides.

Wie siehst du das, ist damit zuviel Gezappel auf dem Bildschirm wenn plötzlich überall Videopreviews über den Screen flimmern? Oder ist es eine hilfreiche Funktion, um schnell zu sehen ob das Video den Inhalt bietet den man sucht? Hättest du vielleicht eine bessere Idee, wie das umzusetzen ist?

Das hier ist übrigens das erwähnte Tutorial zum Thema ‘quadratische Videos’, die Erklärvideo Sequenz findest du ab 5:50min:

 

Teilen erwünscht! – mit Youtube Chat endlich zum ‘Sozialen Netzwerk’

Teilen erwünscht! – mit Youtube Chat endlich zum ‘Sozialen Netzwerk’

Wie der Name “Soziales Netzwerk” bereits impliziert geht es dabei um die Interaktion miteinander. Dass Youtube bisher in der Riege der Sozialen Netzwerke nicht unbedingt in einem Atemzug mit Facebook, Snapchat & Co. genannt wurde lag vor allem daran, dass es eher als Videoplattform wahrgenommen wurde. Trotz einiger Community Funktionen blieb die Interaktion, wie man es von eine Sozialen Netzwerk erwartet, bisher auf der Strecke. Ab jetzt lassen sich Videos direkt im Youtube Chat der mobilen App teilen.

 

Teilen erwünscht – Youtube wird erwachsen

In einem Post auf dem offiziellen Blog gab Youtube bekannt, dass nun eine neue Funktion eingeführt wird, die es leichter macht Videos mit Freunden zu teilen. Und das direkt auf Youtube selbst! Zudem kann man, ganz wie man es von einem sozialen Netzwerk erwartet, mit Freunden direkt in der Youtube Mobile App chatten, andere zur Konversation einladen und mit weiteren Videos antworten. 

Youtube Chat Funktion

Youtube Chat Funktion

 


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Youtube Chat vs. Hangout & Google+

Für viele Youtube User ein längst übefälliger Schritt und ein weiteres Zeichen dafür, dass Google bzw. Youtube den Anstieg der mobilen Nutzung äußerst ernst nimmt. Erst recht wenn man die Interaktion der User und Creator auf Plattformen wie z.B. Twitch vergleicht. Bisher waren die Möglichkeiten auf Youtube mit anderen Usern zu interagieren doch eigentlich auf die Kommentare unter den Videos beschränkt. Ein weiterer Schritt zum eigenen “walled garden”, um den User möglichst lange in der eigenen Youtube Welt zu halten.

“Ein weiterer Schritt zum eigenen “walled garden”, um den User möglichst lange in der eigenen Youtube Welt zu halten.”

Es gibt bereits kritische Stimmen, die darin nur eine weitere Google Messaging App wie Hangout oder Google+ sehen. Aus Sicht eines Kanalbetreibers aber vor allem aus Sicht von Google ist es ein schlauer Schachzug. Denn bisher fand die Interaktion der User untereinander grösstenteils ausserhalb von Youtube statt. Und während Facebook stetig die eigenen Videofähigkeiten ausbaut, dreht Youtube nun den Spiess um und entwickelt sich ein Stück weiter zum vollwertigen sozialen Netzwerk.

 

 

Wie siehst du das? Bist du regelmässig auf Youtube unterwegs oder sogar selbst ein Video Creator? Sieht du dich selbst diese neue Funktion in der Youtube App nutzen oder ist es für dich auch nur ein weiterer Chat unter vielen? Deine Meinung ist hier in den Kommentaren sehr willkommen.

Facebook Rights Manager lässt Content Inhaber Werbeeeinnahmen beanspruchen

Facebook Rights Manager lässt Content Inhaber Werbeeeinnahmen beanspruchen

Gestern führte Facebook ein weiteres des vor ca. 1 Jahr eingeführten Rights Managers durch. Im Facebook Rights Manager lassen sich ähnlich dem Youtube Content ID System Referenzvideos hochladen, die von Facebook automatisiert mit allen Video Uploads anhand eines “Fingerabdruckes” (Hash) verglichen werden. Nachdem Facebook vermehrt in die Kritik geraten ist, dass Video Creator nicht ausreichend geschützt werden, wurde das Rights Manager System eingeführt. Vor allem Inhalte von Youtube wurden systematisch auf Facebook hochgeladen, um eigene Reichweiten aufzubauen. Im Zuge der Facebook Strategie sich selbst als Videoplattform zu etablieren, wurde diese Praxis lange ignoriert. Es war jedoch nur eine Frage der Zeit, bis sich der Widerstand von Video Creators formierte, deren Inhalte systematisch piratisiert wurden.

Video Monetarisierung mit dem Facebook Rights Manager

Mit dem neuesten Update lassen sich nun Einnahmen, die mit unrechtmässig hochgeladenen Videos generiert werden vom Rechteinhaber beanspruchen. Dieser hat die Wahl ober das Video sperren möchte oder das Video weiterhin sichtbar sein soll, um weiter Einnahmen zu generieren.

Wenn der Facebook Rights Manager anhand der hochgeladenen Referenzdatei eine Übereinstimmung findet stehen mehrere automatisierte Optionen (Match Actions und Match Conditions) zur Verfügung.

 

To help make management more efficient for rights owners, we’re now enabling them to automate more of the process, and providing more options for what happens to matched content. This means that the rights owner can decide to set an action to happen automatically when a match of their content is found on Facebook, simplifying the process.

 

Die Match Conditions unter welchen Bedingungen das System eine Übereinstimmung anhand der Referenzdatei feststellen soll (Land, Content Art, Länge, Publisher, öffentlich/privat). Hierbei ist es auch möglich, dass Videos ermittelt werden die zwar hochgeladen aber noch nicht veröffentlicht wurden (privat).

Anhand dieser Übereinstimmungen kann der Rechteinhaber entscheiden ober er das Video sperren lassen, oder lieber die potenziellen Werbeeinnahmen vereinnahmen möchte. Da Facebook sich immer mehr als Videoplattform positioniert und somit auch die Monetarisierung anhand von ad breaks und in-stream video ads vorantreibt, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Ansprüche mit einem Rechtemanagementsystem wie dem Facebook Rights Manager geregelt werden müssen. Dieses Schicksal ereilte seinerzeit auch Youtube, als Viacom eine Klage gegen die Videoplattform anstrengte und das Content ID System eingeführt werden musste.

Dass ein solches System den Content Klau nicht vollständig verhindern kann, zeigt das Youtube Content ID System. Zumindest ist es jedoch ein sinnvolles Werkzeug für Video Creator, um die eigenen Ansprüche geltend machen zu können.

Weitere Informationen im Facebook Blog:

An Update on Video Monetization


Hakan Acarel ist Adobe Certified Expert (PremierePro & AfterEffects) und ist seit 15 Jahren selbständig als professioneller Videograf & Motion Graphics Artist. Schrieb seine Marketing Diplomarbeit zum Thema “WebTV – Distribution, Marketing und Monetarisierung”. Er arbeitet für namhafte Kunden aus Film, TV & Werbung wie ARD, Endemol, Ufa, RTL, Pixomondo & Saatchi&Saatchi. Er ist Fachautor & Speaker als Experte für Online Video Marketing &Youtube (u.a. Co-Autor des aktuellen Youtube Reports der Online Marketing Rockstars) und bloggt über aktuelle Themen im Bereich Videografie, Kameratechnik und MotionGraphics.
Das Ende der Youtube Annotation! – Die Anmerkung ist Geschichte

Das Ende der Youtube Annotation! – Die Anmerkung ist Geschichte

Die “Endcard” ist so eine Sache, die unmisverständlich mit Youtube Videos verknüpft ist. Die Grafik gewordene Call-to-action, die man sich mit klickbaren Flächen (Annotation) zusammenbaut und den User weiter bei Laune hält und im Idealfall dazu bewegt weitere Interaktionen durchzuführen. Mehr Klick, mehr Abonnenten, mehr Views. Das Ende der Youtube Annotation scheint jetzt jedoch gekommen zu sein.

 

Die Youtube Annotation und der mobile Traffic

Im Zuge der Verlagerung des Youtube Traffic (erstmals mehr Views auf Mobilgeräten) führte Youtube vor Kurzem die Endscreens ein. Während der Begriff EndCard kein offizieller technischer Begriff war und nur die Funktion beschrieb, ist der Endscreen (zu deutsch Abspann) eine tatsächliche konkrete Funktion auf Youtube.

Screenshot Youtube Annotation auf Desktop und Smartphone

Bye-Bye Annotation Editor

Nun ist die Schonzeit wohl vorbei und Youtube gab in einem Blogpost bekannt, dass die Annotations zum 2. Mai abgeschafft werden und dann nur noch Endscreens als Mittel zur CTA zur Verfügung stehen (neben den Infocards natürlich – wie bereits hier beschrieben). Ab dann ist es nicht mehr möglich neue Annotations zu erstellen, bestehende Annotations bleiben jedoch weiter funktionsfähig z.B. in älteren Videos.

Während diese beiden Funktionen immer weiter verfeinert wurden, ist die Nutzung von Annotations wohl um ca. 70% zurück gegangen. Schlaue Youtube Kanalbetreibern wird auch nicht entgangen sein, dass Google im Zuge des ‘Mobile First’ Gedanken Kanäle, die diese Funktionen ausgiebig nutzen besser gewichten wird als diejenigen, die immernoch an Annotations festhalten.

Laut Youtube sorgen Endscreens & Infocards für 7mal mehr Klicks auf Youtube als es bei Annotations der Fall ist. Während immer mehr User Annotations komplett abschalten. Zudem ist die Erstellung von Edscreens in Infocards durch die Standardisierung viel einfacher zu erstellen. Youtube beruft sich dabei auf Rückmeldungen der User.

Alles in allem ein weiterer Schritt in Richtung Mobile First, der die Nutzung der Online Video Plattform so komfortabel wie möglich gestalten. Es zeigt auch deutlich, dass sich selbst ein Primus wie Youtube (bzw. Google) nicht auf seinem Status ausruhen kann und sich ständig den Nutzungsgegebenheiten anpassen muss. Konkurrenten wie Twitch oder Vimeo schlafen nicht und führen selbst ein paar Interessante Funktionen ins Feld.

Mehr Informationen hier im Youtube Creator Blog.

 


Hakan Acarel ist Adobe Certified Expert und ist seit 15 Jahren selbständig als professioneller Videograf & Motion Graphics Artist. Schrieb seine Marketing Diplomarbeit zum Thema “WebTV – Distribution, Marketing und Monetarisierung”. Er arbeitet für namhafte Kunden aus Film, TV & Werbung wie ARD, Endemol, Ufa, RTL, Pixomondo & Saatchi&Saatchi. Er ist Fachautor & Speaker als Experte für Online Video Marketing &Youtube und bloggt über aktuelle Themen im Bereich Videografie, Kameratechnik und MotionGraphics.
Das PERFEKTE Youtube Intro – und was du definitiv vermeiden solltest

Das PERFEKTE Youtube Intro – und was du definitiv vermeiden solltest

 

Das PERFEKTE Youtube Intro,…gibt es in dieser Form garnicht. Was man jedoch tun kann, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, zeige ich euch im Video.

In meiner Arbeit für verschiedene Youtube Netzwerke haben sich einige Dinge als praktikabel erwiesen. Natürlich gibt es grosse Unterschiede zwischen den Kanälen und den Inhalten, sodass es etwas wie eine perfekte Blaupause garnicht geben kann.

Man kann jedoch ein paar grundlegende Dinge beachten, damit es speziell auf Youtube besser funktioniert.

Ein paar grundsätzlich zu beachtende Punkte für ein Youtube Intro sind:

  • Das Intro sollte nicht länger als 3-5 Sekunden sein
  • Immer zuerst eine kurze Ansage als Zusammenfassung und dann erst das Video zeigen
  • Gestalte das Intro so, dass du Elemente auch als Trenner und Endcard benutzen kannst
  • Lieber zu kurz als zu lang

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Das Intro sollte nicht länger als 3-5 Sekunden sein

Bei Onlinevideos und speziell auf Youtube ist die “Bounce-Rate” sehr hoch. Das bedeutet, dass bis zu 60% der Zuschauer innerhalb der ersten 5 Sekunden abspringen. Wenn der User nicht sofort das zu sehen bekommt was er erwartet klickt er weiter. Bei Onlinevideos ist die Ungeduld des Zuschauers extrem gross. Deshalb sollte das Intro keine epischen 30 Sekunden lang sein. Mehr ist nicht immer besser. Vor allem nicht auf Youtube. Das gilt im übrigen für alle Arten von Onlinevideos, sei es ein Image- oder Messefilm, ein Erklärvideo oder einfach nur ein Video, das man im kleinen Kreis zeigen möchte.

 

Youtube Intro Sophia Thiel thumbnail

 

Immer zuerst eine kurze Zusammenfassung

Auch das hat mit der Absprungrate zu tun. Ausgehend von diesen 5 Sekunden will man diese nicht mit einem Intro verschwenden, selbst wenn es ganz toll produziert ist. Eine kurze Ansage mit einer Zusammenfassung erhöht die Chance dass der Zuschauer dranbleibt und auch die Geduld aufbringt, das Intro anzuschauen.

 

Gestalte das Youtube Intro auch als Trenner und Endcard

Wenn dein Kanal einen hochwertigen Look bekommen soll, gestalte dein Intro durchaus so, dass du Teile davon als Bauchbinde, Trenner und Elemente daraus für die Endcard verwenden kannst. Bedenke aber, hochwertig ist nicht immer besser! Oft geht der hochwertige Look auf Kosten der Authentizität, sodass der Zuschauer sich mit dem Kanal nicht mehr wirklich identifizieren kann. Dieses Problem haben häufig Markenkanäle, die einfach zu “glatt” und perfekt aussehen.

 

Lieber zu kurz als zu lang

Als Youtube Nutzer kennst die schnell geschnittenen “Jumpcut” Videos. Der Sprung im Video der für Cutter vor 5-10 Jahren als absolutes No-Go unmöglich gewesen wäre. Selbst 3-5 Sekünder sind heute teilweise zu lang, sodass Youtuber dazu übergegangen sind extrem kurze Logoanimationen zu verwenden. Kurz und knackig wird hier wörtlich genommen. Beispiele: LeFloid und AlexiBexi. Aber es funktioniert! Solange das Branding hängen bleibt und es zum Inhalt des Kanals passt ist alles gut.

 

Intro Oli's Hundeleben für Endemol Beyond / Yahoo Screen

 

Tip: Vorlagen von Videohive.net nutzen

Was ist nun wenn du als Privatperson oder sogar als Mitarbeiter einer Firma ein hochwertiges Intro haben möchtest, aber weder know-how noch Budget zur Verfügung stehen. Du kannst auf Seiten wie www.videohive.net mittlerweile recht komplexe Vorlagen kaufen, die man nur noch anpassen muss. Achte aber auf die Lizenzen, da bei manchen eine kommerzielle Nutzung nicht gestattet ist. In dem meisten Fällen solltest du jedoch keine Limitierung haben und wenn man sucht findet man bei der Fülle an Vorlagen die es mittlerweile gibt sicher etwas passendes.

Das gilt im übrigen auch für “saisonale” Vorlagen wie z.B. Weihnachten oder Ostern. Einfach mal durchstörbern.

Soviel erstmal auf den ersten Blick zum Thema Youtube Intros. Das Thema lässt sich natürlich im Detail behandeln. Es gibt Yotuber die schwören auf Intros, andere haben erst garkeins.

Wenn man sich dem Thema jedoch als Firma oder Marke nähert, macht es durchaus Sinn, dem Kanal durch ein Intro ein Gesicht und eine Struktur zu geben.

Was ich für die einzelnen Intros zur Erstellung benutzt habe:

Sophia Thiel (Studio71):

Cinema4D, Adobe After Effects, Adobe Photoshop, Adobe Premiere Pro (Das Foto war damals ihr Kanalbild und wurde von einem anderen Fotografen zur Verfügung gestellt).

 

Oli’s Hundeleben für Endemol Beyond:

Adobe After Effects, Canon 6D (für die Fotos), Canon C100 (für die Videoaufnahmen)

 

Tenny Love (Tanja Tischewitsch) für UfaLab / Divimove :

Adobe After Effects, Canon 6D (mit 24-105 EF-Mount Optik für die Videoaufnahmen)

 

Let’s Kick für UfaLab / Divimove :

Adobe After Effects, Cinema4D

 

FitnessWG für BroadbandTV :

Adobe After Effects, Adobe Photoshop (für das PosterDesign) Cinema4DCanon 6D (mit 24-105 EF-Mount Optik für die Fotoaufnahmen), Panasonic GH4 (mit 12-35 2.8 Optik für die Videoaufnahmen)

 

 

 

Welchen Mehrwert die neue Youtube Abspann (Endcard) Funktion  bieten kann

Welchen Mehrwert die neue Youtube Abspann (Endcard) Funktion bieten kann

Endcards sind schon lange ein probates Mittel, um das User Engagement und die Watch Time eines Youtube Kanals zu erhöhen. Leider funktionieren Sie in der bisherigen Form nicht auf mobilen Geräten. Der neue Youtube Abspann (End Screen) schafft nun Abhilfe.

Bisher war jedoch ein gewisser “Hack” nötig um den gewünschten Effekt zu erzielen. Die Vorschau-Clips mussten fest in das Video integriert werden und konnten nachträglich nicht mehr geändert werden. Zudem sind Annotations (Anmerkungen) nach wie vor nur am Desktop anklickbar. Bei der wachsenden Bedeutung von Mobile Traffic und vor dem Hintergrund des nächsten grossen Google Updates (mobile first) ein Problem.

Abhilfe schafft da nun die Youtube Abspann Funktion. Was vorher nur handverlesenen Youtubern vorenthalten war und bereits im März 2015 angekündigt wurde, ist jetzt für alle Youtube Kanäle verfügbar.

 

Der Tod der Endcard?

Endcards sind Grafiken & Thumbnails am Ende eines Videos, die den User zu einer Interaktion bewegen sollen (Call-To-Action). Entweder um ein weiteres Video zu sehen, den Kanal zu abonnieren oder eine angebundene Webseite zu besuchen.

Der neue Abspann (Praxisbeispiel am Ende dieses Artikels) kann in den letzten 5-20 Sekunden des Videos eingefügt werden. Auf diese Zeitspanne ist der Youtube Abspann beschränkt.

Es können bis zu 4 Video Thumbnails eingefügt werden. Die wählbaren Videos müssen dabei bereits auf dem selben Kanal veröffentlicht sein und im 16:9 Format sein.

Der wichtigste Vorteil beim Youtube Abspann liegt dabei auf der Hand: er funktioniert auf mobilen Endgeräten!

Bereits über 50% des Traffics von Youtube kommt über mobile Geräte und die bisherigen Annotations, also die klickbaren Überlagerungen, funktionieren nach wie vor nicht mobil.

Jetzt kann man jedoch “Endcards” (ein generischer Begriff der nun offiziell durch “Abspann” respektive “End Screen” ersetzt wird) bauen, die auch auf Smartphones anklickbar sind.

Selbst wenn Anmerkungen (Annotations) deaktiviert sind, werden die neuen End Screens angezeigt. Zu erwähnen ist jedoch dass Youtube darauf hinweist, dass der End Screen nicht immer zu sehen ist! Auch die Anordnung kann sich ändern, je nach größe des Bildschirmes auf dem er betrachtet wird.

Das bei Youtubern beliebte Mittel in eine Richtung zu zeigen, um auf das später eingefügte Thumbnail hinzuweisen, sollte also anders gelöst werden.

 

Ein neues Level in der Wechselwirkung zwischen Brand und Video Influencer (Youtuber)

Was ändert sich nun für den Youtuber? Im Grunde nichts. Man gibt ein bisschen kreative Freiheit auf für ein bisschen mehr Funktionalität. Es lohnt sich allerdings ein näherer Blick:

Mit dem neuen Abspann bietet sich eine Möglichkeit, den eigenen Traffic nun viel besser zu steuern. Wenn ein gesponsertes Video hochgeladen wird, misst sich dessen Erfolg natürlich primär an den Viewzahlen. Mit dem Abspann lassen sich die in die Videos eingefügten Vorschläge nun im nachhinein ändern. Somit kann ich die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Video lenken. Bei statischen Endcards war die nachträgliche Bearbeitung nicht möglich. Gut, das Ziel der Anmerkung beim Klick konnte jederzeit geändert werden, entsprach dann aber nicht den vorher visuell per thumbnail festgelegten Ziel.

Wenn die Youtube-API nun die Möglichkeit bietet diese Schnittstelle anszusprechen, haben Agenturen, die mit der Entwicklung solcher Tools vertraut sind ungeahnte Möglichkeiten!

 

Wie funktioniert der Youtube Abspann denn nun?

  1. Wir klicken wie gewohnt bei dem Video auf “bearbeiten“.

Der Reiter “Anmerkungen” heisst jetzt “Abspann und Anmerkungen“. Es ist ein weiterer Reiter “Abspann” hinzugekommen.

youtube-abspann02

Der Abspielkopf platziert sich exakt 20 Sekunden vor Ende des Videos. In unserem Beispiel bei 1.51min Lauflänge also bei 1.31min. Die Länge des Abpsannes kann bis zu 5 Sekunden vor Video Ende gekürzt werden. Der Abspann muss also mindestens 5 Sekunden lang sein.

Auf der Rechten Seite kann man das Element auswählen das man einfügen möchte. Dabei kann man auswählen zwischen:

  • Video oder Playlist
  • Kanalabo
  • einem anderen Kanal
  • Link zu einer authorisierten Webseite (zum Beispiel Landing Page)

 

youtube-abspann03

 

Wenn man nun ein Video hinzufügen möchte, gibt es 3 Optionen:

  • Neuester Upload

Das letzte hochgelande Video wird eingefügt.

  • Für aktuelle Zuschauer angepasst

Es wird ein Platzhalter eingefügt, der automatisch ein dem Zuschauer passendes Video (oder was der Youtube Algorithmus dafür hält) aus dem eigenen Kanal anzeigt.

  • Video / Playlist auswählen

Hier kann man ein Video aus dem eigenen Fundus auswählen. Wichtig: das Video muss bereits veröffentlicht sein. Nicht gelistete oder private Videos werden hier nicht angezeigt.

Optional lässt sich auch eine URL zu jeglichem Youtube Video einfügen. Zum Beispiel für Crosspromotions mit anderen Kanälen.

 

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Das ausgewählte Video lässt sich innerhalb einer vorgegebenen Minimum und Maximum Größe ändern und innerhalb des blau hervorgehobenen Bereiches frei platzieren.

 

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Es können bis zu vier Videos eingefügt werden, die sich nicht überlagern dürfen. In dem Fall wird eine Fehlermeldung angezeigt “Die Elemente dürfen sich gegenseitig nicht überschneiden“.

Wenn man ein bereits eingefügtes Video Thumbnail entfernen möchte einfach doppelklicken und auf den kleinen Papierkorb klicken.

Interessant sind noch die Felder “Vorlage verwenden” und “Aus Video importieren“.

Hier lassen sich entweder Vorlagen verwenden, die Youtube bereits vorgegeben hat.

Oder ein bereits angelegter Abspann, den man nur noch von einem vorigen Video importieren muss.

 

Fazit

Die neue Abspann Funktion ist ein tolles Werkzeug wenn es darum geht die Watch Time zu optimieren und vor allem die Interaktionsrate auf Mobilgeräten zu erhöhen.

Natürlich bietet es sich an, weiterhin dedizierte Backplates und Grafiken im Video einzufügen, über die dann die Video Thumbnails gelegt werden. An diesem Punkt ist nichts anders im Vegleich zum gewohnten Endcard Workflow.

Interessant wird es jedoch dadurch, dass sich die in der Endcard angezeigten Clips nachträglich ändern (und somit der Traffic) steuern lassen. Bleibt abzuwarten wie sich die großen Youtube Kanäle diese neue Funktion zu Nutze machen.