Mit der kleine Actionkamera Sony RX0 ist Sony ein ziemlich guter Wurf gelungen. Sony greift nun nach den erfolgreichen Kompaktkameras der RX-Serie auch nach dem Actionkamera Segment. Trotzdem stellen sich sofort 2 Fragen: wie teuer wird der Spass? Und wie verhält es sich mit der Überhitzung?

Sony RX0 – die bessere GoPro?

Die nur xxx Gramm leichte Sony RX0 besticht vor allem durch einen für Actionkameras sehr großen Sensor. Der mit 1-Zoll recht große Sensor mit 15,3 Megapixeln, der auch in der RX100 Mark V verbaut ist, ermöglicht es verhältnismässig hochwertige Aufnahmen zu machen. Der sogenannte Anti-Distortion-Shutter mit einer Verschlusszeit von bis zu 1/32.000 soll Verzerrungen bei schnell bewegten Motiven deutlich reduzieren. Die 24mm f4 Optik von Zeiss sorgt für die ausreichende Schärfe.

Externer 4K clean Output

Mit einem ‘sauberen’ 4K Output (also ohne Informationsoverlay) ist die Sony RX0 auch durchaus für einen regulären Multikamerabetrieb interessant. In unserem Video ist ein Rig am Sony Stand zu sehen, mit einem externen Bildschirm und Akku. Das ganze fühlst sich durchaus schlüssig an. Zugegeben, wenn man eine Actionkamera so ‘aufriggen’ muss stellt das die ganze Konzeption der Kamera infrage. Andererseits ist jedes Gramm das man sich bei längerer Produktion spart (z.B. Sport, Event, Messe etc.) von Vorteil. Jeder der mit einer FS7 einen Tag lang eine Hochzeit oder ein Event begleitet hat, weiss wovon ich spreche.

 

 

Von Edekompakt zu Edel-Mini

Wenn man den Begriff Edelkompakt, der oft für die RX100V benutzt wird, konsequent weiterführt muss man hier von einer Edel-Mini Kamera sprechen. Das Gerät ist sehr robust und hochwertig verbaut. Ein eingebauter Bildschirm ist natürlich ein muss, will man mit der aktuellen Königsklasse der Actionkameras wie z.B. der GoPro Hero5 mitspielen. Wasserdicht bis 10Meter ohne zusätzliches Gehäuse und bis zu 100 Meter mit entsprechendem Schutz dürfte das edle Gerät für jeden Einsatz gewappnet sein.

 

Sony nach der X1000 wieder im Spiel

Es scheint als hätte sich Sony grundlegend neue Gedanken zu einer Actionkamera Serie gemacht, nachdem man mit dem Konzept der X1000 Kameras keine wirklich nennenswerten Anteile in diesem Segment sichern konnte. Und es scheint funktioniert zu haben. Ein so großer Sensor und ein Farbprofil, das die Farbkorrektur vor allem im Zusammenspiel mit größeren Kameras deutlich vereinfacht wird das Interesse von Filmemacher wie Hobbyvideografen gleichermaßen auf sich ziehen. Wir hatten auf der diesjährigen IBC am Stand von Sony die Gelegenheit mit Yoshiro Furukawa von Sony zu sprechen:

 

 

Der Demofilm der von Sony vorab produziert wurde “Orbit in Blue” sieht selbst für erfahrene Filmer beeindruckend aus, wenn man sich beim anschauen bewusst macht, dass hier durchgehend mit Actionkameras gearbeitet wurde:

 

 

Für Filmer natürlich sehr interessant, es wurde direkt auch ein making-of Video produziert das zeigt, welcher Aufwand betrieben wurde um die teilweise sehr aufwändigen und actionreichen Shots zu realisieren: